Kfz-Verbände würdigen Sachverständigenarbeit

Redakteur: Andreas Grimm

Auf dem 24. Sachverständigentag reflektierten Redner verschiedener Verbände des Kfz-Gewerbes die Bedeutung der Prüfer. Ihre Arbeit sei unverzichtbar, so die einhellige Meinung.

Der Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen (BVSK) hat auf seinem 24. Sachverständigentag in Potsdam die Bedeutung „der qualifizierten Unfallschaden-Feststellung für das Kraftfahrzeuggewerbe und die Hersteller und Importeure“ unterstrichen. Auf der Mitgliederversammlung betonte BVSK-Präsident Harald Brockmann, die Forderung nach der Unabhängigkeit der Sachverständigen in den Mittelpunkt der Arbeit des Verbandes zu stellen.

Gemeinsam mit den Präsidenten des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK), Robert Rademacher, des Karosserie- und Fahrzeugbaus (ZKF), Friedrich Nagel, und der Importeure (VDIK), Volker Lange, hob BVSK-Präsident Brockmann die Bedeutung des Sachverständigen hervor. Er sei die einzige unabhängige Instanz, die nicht nur den Unfallgeschädigten oder Versicherungsnehmer schütze, sondern auch den Kfz-Betrieb. Dieser wäre „ansonsten den Wunschvorstellungen der Geschädigten oder der regulierungspflichtigen Versicherer schutzlos ausgeliefert“.

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Unverzichtbare Unabhängigkeit

Die Vertreter der Verbände sprachen sich in diesem Zusammenhang dafür aus, dass der Sachverständige nicht zum Spielball der Interessen Dritter werden dürfe. Sie hätten vielmehr eine entscheidende Bedeutung für die Betriebe, die sie mit ihren Dienstleistungen im Bereich der Fahrzeugüberwachen unterstützten, hoben die Verbandspräsidenten hervor.

Rückendeckung erhielt BVSK-Präsident Brockmann für den Kurs, die Unabhängigkeit der Sachverständigen mit allen Mitteln zu verteidigen. Ziel der Arbeit der nächsten Monate müsse es sein, „das zum Teil äußest aggressive Schadenmanagement einiger Versicherer als im höchsten Maße verbraucherunfreundlich darzustellen“. Der BVSK-Vorstand fordere eine neue Moral in der Unfallschadenregulierung, statt immer nur über Prozess- und Kostenoptimierung zu diskutieren.

Dass sich die Inhalte der Sachverständigen-Tätigkeit fortlaufend verändern und die Anforderungen steigen, zeigte einmal mehr der technische Teil des Kongresses. Der erstmals einer Fachöffentlichkeit vorgestellte Porsche Panamera zeigte die Kompexität des eingesetzten Materials und der Elektrik/Elektronik. Der Beitrag von Mercedes befasste sich mit der Entwicklung alternativer Antriebe und der Sicherheitstechnik.

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