Aftermarket-Trends KI, chinesische Ersatzteile und eine Jahrhundertaufgabe

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 5 min Lesedauer

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Das Kölner Aftersales-Forum präsentierte spannende Vorträge, starke Thesen und manche erstaunliche Ankündigung. Wer hätte etwa gedacht, dass die Kfz-Versicherer laut Mark Alagna, Chef der Innovation Group, künftig auf Rechnungskürzungen verzichten?

Rund 100 Teilnehmer versammelten sich am 25. September zum Kölner Aftersales Forum, veranstaltet von Wolk & Nikolic Aftersales Intelligence.(Bild:  Wolk & Nikolic Aftersales Intelligence)
Rund 100 Teilnehmer versammelten sich am 25. September zum Kölner Aftersales Forum, veranstaltet von Wolk & Nikolic Aftersales Intelligence.
(Bild: Wolk & Nikolic Aftersales Intelligence)

Lange Lieferzeiten für Ersatzteile, fehlende Spezialwerkzeuge und Diagnosegeräte, keine vernünftigen Reparaturinformationen oder Arbeitszeiten – die Liste der Probleme, die eine neue Marke ihren Partnern im Aftersales machen kann, ist lang und kann die Freude über die zusätzlichen Neuwagenkäufe schnell vermiesen. Auch die meisten Händler chinesischer Marken dürften diese Erfahrung schon gemacht haben.

Raik Rudat, Direktor Aftersales bei MG Motor Deutschland, versuchte bei seinem Vortrag auf dem Kölner Aftersales Forum am 25. September auch gar nicht, die Startschwierigkeiten seiner Marke im Aftersales schönzureden. Doch vieles habe sich schon gebessert – beispielsweise die Verfügbarkeit und Lieferzeiten von Ersatzteilen: So habe die Verfügbarkeit Anfang 2024 noch bei 76 Prozent gelegen – heute hingegen bei 95 Prozent. „Das ist Industriestandard“, betonte der Manager.