Kia-Autohaus SKD ist zahlungsunfähig

Redakteur: Dipl.-Päd. Gerd Steiler

Der Kia-Betrieb SKD Autohaus GmbH in Bennstedt (Sachsen-Anhalt) hat beim Amtsgericht Halle Insolvenzantrag gestellt. Hohe Lagerbestände und ein durch die aktuelle Absatzkrise verursachter „Liquiditätsengpass“ führten in die Pleite.

Der Kia-Betrieb SKD Autohaus GmbH in Bennstedt (Sachsen-Anhalt) hat beim Amtsgericht Halle Insolvenzantrag gestellt. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Rüdiger Bauch am Dienstag mitteilte, kann der Geschäftsbetrieb des Kia-Vertragshändlers zunächst fortgeführt werden.

„Die Ursache für die derzeitige Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens liegt in einem Liquiditätsengpass, der sich aus den hohen Lagersbeständen der SKD Autohaus GmbH und den Folgen der derzeitigen Absatzkrise des Automobilmarkts ergab“, so Bauch in einer ersten Analyse.

Laut Insolvenzverwalter konnte in einer ersten Phase der Geschäftsbetrieb des Kia-Autohauses in Verkauf und Service stabilisiert werden. Auf dieser Basis werde er alles in seine Macht stehende tun, um eine Lösung zur Sanierung oder Übertragung des Unternehmens zu finden. „Ich bin zuversichtlich, den Fortbestand der Firma sichern und das Autohaus retten zu können“, sagt Bauch. Erste Gespräche mit Kia Motors Deutschland hätten bereits stattgefunden. Dabei habe sich der Importeur bereit erklärt, den Geschäftsbetrieb der SKD Autohaus GmbH durch die Belieferung mit Neuwagen vorläufig weiter zu unterstützen.

Das Kia-Autohaus verfügt neben seiner Zentrale in Bennstedt über eine weitere Filiale in Halle und beschäftigt insgesamt 13 Mitarbeiter. Deren Löhne und Gehälter seien durch die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes bis Ende Mai 2009 gesichert, so Bauch.

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