Kia E-Niro: Kräftig unter Strom

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Spaß macht es auch, die Energie wieder hereinzuholen. Denn die eingesparte Reichweite wird beim Rekuperieren in der Instrumenteneinheit angezeigt. Die Rekuperation kann in mehreren Stufen eingestellt werden – und zwar per Paddel am Lenkrad. Während bei Stufe 0 das Auto nahezu ungebremst weiterrollt, wenn man den Fuß vom Pedal nimmt, verzögert Stufe 3 bereits sehr stark. Zieht man dabei noch das linke Paddel, aktiviert man Stufe 4 und der E-Niro verzögert bis zum Stillstand. Das ermöglicht fast echtes One-Pedal-Driving. Ein Bremspedal ist dennoch an Bord. Doch wer konsequent die Rekuperation nutzt, braucht bis zu 80 Prozent weniger Bremse. Das bedeutet auch: weniger Verschleiß.

Auf Wunsch kann man die Intensität der Rekuperation auch der Automatik überlassen. Dann entscheidet das Fahrzeug bei programmiertem Navi aufgrund der Topographie sowie mithilfe der Kamera- und Radarsysteme, die den Abstand zum Vordermann messen, wann wie stark Energie zurückgewonnen werden soll.

400 Kilometer sind kein Problem

Die Reichweite des getesteten Fahrzeugs beträgt laut Datenblatt 455 Kilometer. Realistisch sind 400 Kilometer kein Problem. Jedoch dürfte es beim Elektroauto mehr noch als beim Verbrenner große Unterschiede geben, je nachdem, wo und vor allem wie sportlich oder wie zurückhaltend man das Auto bewegt. Für den reinen City-Zyklus verspricht Kia dann auch 615 Kilometer. Bei der Variante mit kleinerer Batterie gibt Kia 289 Kilometer Reichweite an.

Die Preisliste des E-Niro beginnt bei 34.290 Euro. Das sind rund 10.000 Euro mehr als das Einstiegsmodell mit Hybridantrieb kostet. Dafür gibt es die Variante mit 39,2-kWh-Batterie in der Ausstattungsvariante „Edition 7“. Wer mehr Kapazität und mehr Leistung haben möchte, muss für die Grundausstattung mindestens 38.090 Euro hinlegen.

Kia rechnet jedoch damit, dass sich kaum ein E-Niro-Käufer für die „Edition 7“ entscheiden wird – auch wenn diese Variante gar nicht schlecht ausgestattet ist. Serie ist beispielsweise ein Abstandstempomat mit Stop-and-go-Funktion, ein aktiver Spurhalteassistent eine Rückfahrkamera und ein Touchscreen-Radio mit Sieben-Zoll-Display, Android Auto und Apple Carplay.

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Rund 30 Prozent der Käufer werden sich nach Einschätzung der Verantwortlichen für die mittlere Ausstattungsvariante „Vision“ entscheiden, die 37.290 Euro beziehungsweise 41.790 Euro kostet. Sie bietet zwei für Elektroautos nicht ganz unwesentliche, weil energiesparende Features. Zum einen sind die Vordersitze beheizbar – das sorgt schneller für Wärme und verbraucht somit weniger Strom als die Gebläseheizung. Zum anderen gibt es eine Batterievorheizung und eine Wärmepumpe für die Innenraumklimatisierung. Zudem ist das Lenkrad beheizbar. An Bord ist zudem ein Navigationssystem.

Die Top-Ausstattung „Spirit“, für die sich nach den Erwartungen des Importeurs rund 70 Prozent der Käufer entscheiden, ist für 40.290 Euro beziehungsweise 44.790 Euro erhältlich. Sie bietet zusätzlich einen Querverkehrswarner, einen Spurwechselassistenten, ein Premium-Soundsystem von JBL und ein Acht-Zoll-Navi. Zudem gibt es auch vorne LED-Licht statt Halogen-Frontscheinwerfern.

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