Kia E-Niro: Kräftig unter Strom

Elektro-Crossover startet im April 2019 ab 34.290 Euro

| Autor: Andreas Wehner

Der Kia E-Niro kostet mindestens 34.290 Euro.
Der Kia E-Niro kostet mindestens 34.290 Euro. (Bild: Wehner / »kfz-betrieb«)

Was die Konzernschwester Hyundai beim Ioniq vorgemacht hat, macht Kia jetzt bei seinem Crossovermodell Niro nach: Drei unterschiedlich elektrifizierte Antriebsvarianten sind in einem Modell erhältlich. Neben dem Hybrid und dem Plug-in-Hybrid gibt es den Kia Niro ab 2019 auch mit einem batterieelektrischen Antrieb.

Kunden können den E-Niro ab dem 10. Dezember beim Kia-Händler bestellen. Der offizielle Marktstart ist am 6. April. Kia verspricht eine Lieferzeit von sechs Monaten – zumindest zunächst. Zusammen mit dem E-Niro kommt auch der neue E-Soul in den Handel. Die dritte Generation des polarisierenden Crossovers, die kürzlich in Los Angeles ihre Premiere feierte, ist nur noch als Elektroauto zu haben. Einen Verbrenner gibt es nicht mehr. Unter dem Blech steckt die gleiche Motoren- und Batterietechnik wie beim E-Niro. Von beiden Modellen zusammen wollen die Koreaner in Deutschland 2019 insgesamt 3.000 Einheiten verkaufen – das entspricht dem Produktionskontingent für den deutschen Markt. Sollte die Nachfrage größer sein, dürfte sich auch die Lieferzeit verlängern – wie man es aktuell bei der Konzernschwester Hyundai beobachten kann.

Fünf Prozent Elektroanteil

Somit wären dann fünf Prozent der im kommenden Jahr verkauften Kia-Fahrzeuge – der Importeur rechnet mit insgesamt rund 60.000 – mit einem batterieelektrischen Antrieb ausgestattet. Auf dem deutschen Gesamtmarkt liegt der Anteil der Elektroautos in diesem Jahr per November bei einem Prozent.

Der E-Niro kommt in zwei Antriebsvarianten. In der Grundversion beträgt die Batteriekapazität 39,2 kWh und die Leistung 100 kW/136 PS. Deutlich performanter ist die Variante mit der 64-kWh-Batterie. Sie leistet 150 kW/204 PS.

Die Batterie ist unter dem Fahrzeugboden verbaut. Somit gibt es kaum Einschränkungen für die Insassen. Platz ist im Innenraum genug, auch wenn man auf der Rückbank mit langen Beinen nicht unbedingt komfortabel sitzt. Bei Kopf-, Bein- und Schulterfreiheit müssen Fahrer und Passagiere im Vergleich zur Hybrid-Version des Niro kleine Abstriche machen. Dafür ist der Gepäckraum mit 451 Litern um 15 Liter größer.

Macht Spaß!

Aber wie fährt er sich denn nun, der E-Niro? Er macht großen Spaß. Wir fuhren die Variante mit der 64-kWh-Batterie und 204 PS Leistung. Es gibt vier Fahrmodi : Eco +, Eco, Komfort und Sport. Während ersterer das Auto auf maximale Effizienz trimmt, die Geschwindigkeit begrenzt und energieintensive Systeme wie die Klimatisierung abschaltet, sind Eco und Komfort für die mehr oder weniger sparsame Alltagsfahrt gedacht.

Aber keine Frage: Wir testeten gleich den Sport-Modus. Dabei reagiert die Lenkung am direktesten und der Motor spricht am schnellsten an. Beim Tritt aufs Fahrpedal entwickelt der E-Niro ordentlich Wumms – 395 Newtonmetern Drehmoment sei Dank. Der Elektromotor hat mit dem relativ hohen Gewicht des Autos keine Probleme. 7,8 Sekunden braucht der getestete E-Niro aus dem Stand auf Tempo 100. Schluss ist bei 167 km/h. Bei der Kurvenfahrt spürt man das hohe Gewicht von 1,8 Tonnen dann doch. Andererseits sorgt die im Boden verbaute 450 Kilogramm schwere Batterie für einen niedrigen Fahrzeugschwerpunkt und verringert die Wankneigung.

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