Kia und Dinnebier: Große Pläne in Berlin

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„Kia ist eine spannende Marke mit sehr attraktiven Produkten und einem großen Potenzial, gerade auch in Ballungsräumen wie Berlin“, begründete Dinnebier sein Engagement. Der Importeur habe ihm sehr viele Informationen gegeben, was in den nächsten Jahren geplant ist. „Das hat mich begeistert und da möchte ich einfach mit dabei sein“, so Dinnebier. Zudem habe das Management gezeigt, dass man es bei Kia wertschätze, wenn ein Unternehmer etwas bewegen wolle. „Dass eine Marke ihre eigene Niederlassung abgibt, ist etwas besonderes“, sagte der Geschäftsführer.

Die Autohausgruppe hat den Standort mit allen Mitarbeitern übernommen und plant zudem, weiteres Personal einzustellen. „Vor allem der Bereich Aftersales muss ausgebaut werden“, so Dinnebier. Alle Kia-Standorte sind bereits nach dem neuen Showroom-Konzept der koreanischen Marke gestaltet.

Keine weitere Marke geplant

Eine weitere Marke ins Portfolio aufzunehmen, schließt Dinnebier erstmal aus: „Wir haben mit Ford und Opel bereits zwei große Marken und sind mit Jaguar und Land Rover die Nummer eins in Deutschland, was die Verkaufszahlen angeht. Kia ist eine perfekte Ergänzung für uns. Aber mehr wird zunächst nicht kommen“, sagte Dinnebier.

Die Handelsgruppe hatte sich ursprünglich als Ford-Händler etabliert und erst im Januar mit der Übernahme von sieben Standorten der insolventen MAG-Metz-Gruppe die Marke Opel ins Programm genommen. Zwischen seinen beiden großen Marken sieht Dinnebier keine Reibungspunkte. „Ford und Opel sind sich sehr ähnlich, aber die Kundschaft ist unglaublich loyal ihrer Marke gegenüber. Einen Opel-Kunden zu Ford zu bekommen ist sehr schwierig und umgekehrt sieht es genauso aus“, erläuterte der Autohändler.

Daher sei die Übernahme eine günstige Gelegenheit gewesen. „Wir haben eine gute Mannschaft und viele langjährige Stammkunden mit übernommen“, sagte Dinnebier. Er habe sich diesen Schritt allerdings lange überlegt. „Ich bin überzeugt, dass es eine gute Entscheidung war.

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Die Autohausgruppe Dinnebier existiert seit 1987. Das Unternehmen mit Sitz in Wittenberge an der Elbe beschäftigt an 26 Standorten derzeit über 700 Mitarbeiter. 2010 verkaufte Dinnebier 6.000 Neuwagen und 2.000 Gebrauchte und erwirtschaftete einen Umsatz von 132 Millionen Euro.

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