Kia-Werk Zilina: Schlüssel zum europäischen Wachstum

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Bereits im Presswerk sind kaum Arbeiter zu sehen. Noch weniger Menschen sind im Karosseriebau beschäftigt. Das Zusammenfügen, Verschweißen und Transportieren der Karosserieteile übernehmen insgesamt 339 Roboter.

In der Lackiererei wird die Oberfläche der Karosserie zunächst auf verschiedene Arten behandelt, ehe sie ihre endgültige Farbe erhält. An den verschiedenen Stationen sind ingesamt 48 Roboter am Lackierprozess beteiligt, 12 bei der Versiegelung, 36 beim Auftragen der Lackschichten. Für jedes Modell stehen in der Regel zehn bis zwölf Karosseriefarben zur Wahl.

Im Motorenwerk stellt Kia zwei Benziner (1,4 und 1,6 Liter) und vier Diesel (1,4, 1,6, 1,7 und 2,0 Liter) her. Es hat eine Jahreskapazität von 450.000 Einheiten und beliefert auch das etwa 90 Kilometer entfernte Werk der Schwestermarke Hyundai im tschechischen Nosovice.

Die größte Produktionshalle in Zilina ist mit fast 450 Metern Länge und 100.000 Quadratmetern Fläche das Montagewerk. Hier sind deutlich mehr Mitarbeiter beschäftigt. Der Automatisierungsgrad beträgt etwa 30 Prozent. Die Fahrzeugmontage beginnt mit dem Einbau von Kabeln sowie kleineren Innen- und Außenteilen, anschließend folgt die Montage des Fahrwerks. Danach werden Front- und Heckscheiben, Räder, Sitze und alle weiteren Komponenten eingebaut.

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Am Ende kontrollieren speziell geschulte Mitarbeiter die montierten Teile, füllen die Flüssigkeiten ein und nehmen die nötigen Einstellungen am Fahrzeug vor. Jedes Modell wird zudem auf der hauseigenen Teststrecke geprüft, bevor es den Weg zu den Kia-Händlern in ganz Europa antritt. Fast ein Viertel (24 Prozent) der in Zilina produzierten Fahrzeuge geht nach Russland. 14 Prozent werden nach Großbritannien exportiert, 12 Prozent landen in Deutschland.

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