Oldtimer-Restaurator Kienle meldet Insolvenz an

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

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Widersprüche, Dementis und angekündigte, aber nie gegebene Erklärungen auf der einen, immer mehr hieb- und stichfeste Beweise auf der anderen Seite: Der offenbar kriminelle Umgang mit Identitäten teurer Mercedes-Oldtimer fordert seinen Tribut.

Der mutmaßlich echte 300 SL Roadster stammt von einem schweizerischen Vorbesitzer, der ihn in Rot umlackieren ließ, und steht nun in Mülheim-Kärlich bei Koblenz. Er gehört dem Gründer und Inhaber des dortigen Oldtimerzentrums Depot 3.(Bild:  Diehl – VCG)
Der mutmaßlich echte 300 SL Roadster stammt von einem schweizerischen Vorbesitzer, der ihn in Rot umlackieren ließ, und steht nun in Mülheim-Kärlich bei Koblenz. Er gehört dem Gründer und Inhaber des dortigen Oldtimerzentrums Depot 3.
(Bild: Diehl – VCG)

Am Montag, 30. Oktober, hat die Kienle Automobiltechnik GmbH beim Amtsgericht Ludwigsburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Philipp Grub von der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger bestellt (Az. 2 IN 544/23). Der Geschäftsbetrieb der Kienle Automobiltechnik GmbH werde zunächst in vollem Umfang aufrechterhalten bleiben, meldet die „Stuttgarter Zeitung“ unter Berufung auf Ruben Engel, den Rechtsanwalt von Unternehmenschef Klaus Kienle. Der Insolvenzantrag sei aus „Gründen der unternehmerischen Vorsicht“ gestellt worden, wird Engel zitiert. Auf die rund 80 Beschäftigten habe die Insolvenz zunächst keine Auswirkungen.

Der Fall Kienle findet zunehmend Beachtung jenseits der automobilen Kern-Branche. Auch die „Bild“-Zeitung interessiert sich inzwischen für den Fall, berichtet über die Insolvenz – und dass Insolvenzverwalter Grub am Dienstag den Kienle-Betrieb aufsuchte, „um beim Auto-Restaurator die nächsten Schritte zu besprechen“.