Autoglas
Klare Sicht braucht es nicht
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Jüngst hat mit Polestar der erste Hersteller einen Pkw ohne Heckscheibe präsentiert. Ein Trend? Hoffentlich nicht. Doch auch das Autoglas muss sich ändern, um mit der Weiterentwicklung der Fahrzeugtechnik Schritt zu halten
Schaut man sich das aktuelle Automobildesign an, dann scheint die Verglasung für die Designer ein Übel zu sein, das man am besten so klein wie möglich hält. Klar – Glas lässt sich nicht so frei gestalten wie Blech oder Kunststoff, man kann keine Schwünge oder Sicken hineinpressen, und Lackieren geht natürlich auch nicht. Also reduzieren die Gestalter den Glasanteil immer weiter. Viele neue Autos sehen so eher wie ein Schützenpanzer aus – man denke an den Renault Megane E-Tech. Was dadurch an Rundumsicht verloren geht, wird durch eine Vielzahl von Kameras und Fahrerassistenzsystemen wieder ausgeglichen. Da ist es letztlich nur konsequent, dass der chinesisch-schwedische Hersteller Polestar bei seinem neuen SUV-Coupé mit der Ordnungsnummer 4 gleich ganz auf die Heckscheibe verzichtet.
Das wird hoffentlich kein Trend. Doch es zeigt, dass die Autoglashersteller mit ihrem Werkstoff im Wettbewerb stehen und ihn weiterentwickeln müssen, um nicht aus dem Fahrzeug verdrängt zu werden. Denn die Nachteile des mineralischen Werkstoffs sind nicht von der Hand zu weisen: Bei gleicher Belastbarkeit ist es schwerer als Kunststoff oder Blech und muss deshalb besondere Funktionen mitbringen, die diesen Nachteil ausgleichen.
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