Ratschenkästen im Test Klarer Testsieger und ein gefährlicher Totalversager

Von Jakob Schreiner 2 min Lesedauer

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Die Sachverständigenorganisation KÜS hat zwölf Sets genauer unter die Lupe genommen und einem Härtetest unterzogen. Die Preise der zwölf Produkte variieren zwischen 39,90 und 312 Euro. Das lässt aber nur teilweise Rückschlüsse auf deren Qualität zu.

Die KÜS hat zusammen mit der Zeitschrift  „Auto Bild Klassik“ zwölf kompakte 1/2-Zoll-Kästen mit rund 30 Teilen getestet.(Bild:  KÜS)
Die KÜS hat zusammen mit der Zeitschrift „Auto Bild Klassik“ zwölf kompakte 1/2-Zoll-Kästen mit rund 30 Teilen getestet.
(Bild: KÜS)

Die KÜS hat gemeinsam mit der Zeitschrift „Auto Bild Klassik“ ein Dutzend 1/2-Zoll-Ratschenkästen auf Herz und Nieren geprüft und bis über die Belastungsgrenze hinaus getestet. Die einzuhaltende DIN-Norm schafften bis auf ein Produkt alle. Ging es allerdings darüber hinaus, überstanden längst nicht alle Knarren und Stecknüsse den anspruchsvollen Test und gingen teilweise zu Bruch.

Klarer Testsieger ist der Kasten „900Z“ vom Hersteller Hazet, der als einziges Produkt die Note „sehr gut“ erhielt. Die Tester heben vor allem die mit 90 Zähnen am feinsten verzahnte Ratsche im Feld hervor, die eine Maximalbelastung von 945 Nm ausgehalten hat. Auch die Stecknüsse seien maßhaltig und solide gefertigt und das Set zeichne sich insgesamt durch seinen hochwertigen Inhalt aus. Mit rund 310 Euro bewegt es sich auch preislich an der Spitze.

Es folgen sieben weitere Kästen, die mit der Note „gut“ bewertet wurden. Erwähnenswert im mit „gut“ bewerteten Feld: Der Wera-Kasten (8100 SC 6 Zyklop Speed) eignet sich dank der kompakten Textiltasche für einen mobilen Einsatz. Die Stahlwille-Ratsche (52/16 6QR) ist mit 80 Zähnen ebenfalls fein verzahnt und bestand den Test mit der zweithöchsten Maximalbelastung. Die Kästen von Vigor (V2460N), Würth (0965 012 240), BGS (2224) und Proxxon (No 23000) erwiesen sich ebenfalls als solide. Preis-Leistungs-Sieger ist das 25-teilige Set von Alpha Tools für 39,95 Euro, das alle Belastungstests ohne Probleme bestanden hat.

Stecknüsse brechen oberhalb der DIN-Norm – eine Ratsche schon vorher

Das mit 312 Euro teuerste Set von Gedore (D19 VMU-10) hingegen hat das nicht geschafft, ebenso wenig wie die Kästen von Connex (COX 580225) und KS Tools (917-07289). Kritik gab es vor allem dafür, dass die Stecknüsse beim Härtetest über der DIN-Norm gebrochen waren, die Ratschen teilweise versagten und die Griffe abgerutscht sind. Deshalb gab es von den Testern hier nur ein „befriedigend“.

Katastrophal schnitt das günstigste Set im Test ab. Der Metallkasten von Tecpo sei „gefährlich scharfkantig“, färbe ab und die Ratsche brach bereits bei 512 Nm und damit unterhalb der DIN-Norm. Das Testurteil fiel „mangelhaft“ aus.

Die vollständigen Testergebnisse sind auf der Internetseite der KÜS abrufbar.

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