Kleines Wachstum am Alufelgenmarkt
Die Hersteller haben im vergangenen Jahr 1,1 Prozent mehr Alufelgen an den Handel verkauft. Weiter bergab geht es hingegen bei Stahlfelgen: Der BRV meldet ein Minus von 14 Prozent.

Überwiegend „mittelmäßig“: So stufen die Teilnehmer des von der Unternehmensberatung BBE Automotive realisierten Räder-Sell-in-Panels die Lage auf dem Ersatzmarkt für Kfz-Felgen ein. Das vom Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk initiierte Panel erhebt zweimal jährlich Entwicklungen und Trends zum Verkauf von Alu- und Stahlrädern von Herstellern an den Handel (Sell-in).
Immerhin: Nach rückläufiger Marktentwicklung in den Jahren 2012 und 2013 hat sich im vergangenen Jahr das Ersatzmarkt-Geschäft für Räder in Deutschland leicht erholt. Deshalb beurteilen die Panelteilnehmer ihre aktuelle Situation im Schnitt mit der Schulnote 3,13 und damit etwas positiver als in den Vorjahren (2012: 3,33, 2013: 3,36). Im Segment Alu legte der Sell-in-Absatz der Marktteilnehmer insgesamt um rund 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert zu.
Im Hinblick auf 2015 sind die Panelteilnehmer für dieses Segment erneut verhalten optimistisch. Trotz negativer Aspekte, die aus verändertem Kauf- und Umrüstverhalten der Kunden resultieren, nähren die Investitionen in eine veränderte Produktpalette die Hoffnung, dass im laufenden Jahr im Ersatzgeschäft mit Alurädern (ohne Verkäufe an Fahrzeughersteller und -importeure) ein 2,4-prozentiges Plus realisiert werden könnte, heißt es beim BRV.
Niemand will mehr Stahlräder
Anhaltend rückläufig war im vergangenen Jahr wie erwartet die Entwicklung im Segment Stahlräder. Der Sell-in-Absatz (in Stück) der Panelteilnehmer lag um 14 Prozent unter Vorjahr. Und obwohl die gegenüber Alufelgen preisgünstigeren Stahlräder aufgrund der Zusatzkosten durch das Reifendruckkontrollsysteme an Attraktivität gewinnen könnten, rechnen die Marktteilnehmer für 2015 erneut mit einem 2,6-prozentigen Minus der Absatzzahlen im Stahlsegment.
Auch mittelfristig sind die Erwartungen an das Räder-Ersatzgeschäft insgesamt eher verhalten: Bezogen auf das Basisjahr 2014 erwarten die Panelteilnehmer für die kommenden drei bis vier Jahre stagnierende bis rückläufige Absatzzahlen und Stagnation auf der Wertebene.
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