Klimawandel im Auto

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Weil die Motorabwärme fehlt, brauchen E-Autos eine neue Heizquelle. Elektrische Heizelemente belasten aber die Batterie zu stark. Die Wärmepumpe dagegen bietet durch ihre geniale Funktionsweise einen großen Vorteil.

Die Wärmepumpe (hier im neuen Modell des Volkswagen E-Golf) ist deutlich komplexer als eine normale Klimaanlage.
Die Wärmepumpe (hier im neuen Modell des Volkswagen E-Golf) ist deutlich komplexer als eine normale Klimaanlage.
(Bild: Volkswagen)

Bei einer Energieumwandlung fallen stets Verluste an – das dürften die meisten von uns noch aus dem Physikunterricht wissen. Deshalb sollten in einem technischen Prozess möglichst wenige Energieumwandlungen stattfinden. Ein Beispiel: Parallele Hybridantriebe, bei denen Verbrennungs- und Elektromotor die Räder gemeinsam und gleichzeitig antreiben, gehen effizienter mit dem Kraftstoff um als serielle Hybride, bei denen der Verbrenner einen Generator antreibt, dieser einen E-Motor und dieser schließlich die Räder. Denn hier wird die Energie häufiger gewandelt: von der chemischen Energie des Kraftstoffs über die Wärme im Brennraum zur Bewegungsenergie im Kurbeltrieb zur elektrischen im Generator zur mechanischen im E-Motor. Fünf Umwandlungsschritte, und bei jedem fallen Verluste an – „total disaster“, würde Präsident Trump sagen.

Vor diesem physikalischen Hintergrund müsste es doch am besten sein, Elektroautos direkt mit Strom zu heizen. Dafür gibt es die sogenannten PTC-Elemente (Positive Temperature Coefficient), die bereits als Zuheizer in vielen Autos verbaut sind. Von Strom direkt zu Wärme – besser geht es nicht, oder? Doch: mit der Wärmepumpe. Die kann nämlich zaubern: Aus einer Kilowattstunde Strom macht sie drei bis vier Kilowattstunden Wärme, und das trotz mehrerer Energieumwandlungen. Wie geht das?