Alternatives Kältemittel
Klopf, klopf – da bin ich!
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Zwar leise und mit kleinen Schritten, aber es kommt: Auch freie Betriebe werden sich mit der Tatsache anfreunden müssen, nach R1234yf Werkzeug und Wissen für ein weiteres Kältemittel vorzuhalten. Denn R774, alias CO2, klopft an die Werkstatttür.
Der Fortschritt ist eine Schnecke“ lautet ein schon älteres Sprichwort. Das trifft auf vieles in der Technik zu. Unter anderem auf das Thema „umweltfreundliches Kältemittel“. Denn auch wenn das sogenannte „Global Warning Potential“ (GWP-Wert) des seit 2017 in Pkw verpflichtend eingeführten alternativen Kältemittels R1234yf gerade einmal 4 (manche Quellen: 1) beträgt (R134a: 1.340): Umweltfreundlich ist „Tetrafluorpropen“ deshalb keineswegs – im Gegenteil. Schließlich zerfällt der Stoff an der Luft zu etwas, was zusammen mit Wasser die hochgiftige Trifluoressigsäure (TFA) ergibt. Und diese ist in der Umwelt praktisch nicht mehr abbaubar. Bereits seit Jahren reichert sie sich massiv in unseren Gewässern an.
Eine Alternative zur Alternative wäre die Lösung, meinen Sie? Stimmt, und genau die gibt es – auch seit Jahren. Rückblende: 2016 begann Daimler-Benz, ausgesuchte E-Klassen (in der aufpreispflichtigen „Thermotronic“-Variante) und seine S-Klasse (nur S 400 Coupé, S 560 und S 400 d) mit R744 zu befüllen. Als weltweit erster Autobauer setzte er das einzig wahre, weil umweltfreundliche Kältemittel CO2 ein. Ein Versuchsballon, der leider ziemlich schnell platzte. Nach Problemen mit der Dichtheit der Kompressoren war aus dem Projekt bereits 2019/2020 schon wieder die Luft raus – leider. Seitdem verwendet auch Mercedes-Benz wieder Chemie anstatt natürliches Kohlendioxid.
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