Škoda und Volkswagen Vor 35 Jahren ging's los

Von Steffen Dominsky 3 min Lesedauer

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Dank der am 28. März 1991 unterzeichneten Vereinbarung mit dem Volkswagen Konzern begann für durch die Škoda Auto eine neue Zeitrechnungn. Gestützt auf umfangreiche Investitionen, gemeinsame Technologien und eine koordinierte Entwicklung hat sich der Autobauer aus Mladá Boleslav zu einem erfolgreichen Global Player entwickelt.

Die am 28. März 1991 unterzeichnete Vereinbarung, durch die Škoda Auto in den Volkswagen Konzern eintrat, markierte den Beginn einer neuen Ära für den in Mladá Boleslav ansässigen Automobilhersteller. (Bild:  Škoda)
Die am 28. März 1991 unterzeichnete Vereinbarung, durch die Škoda Auto in den Volkswagen Konzern eintrat, markierte den Beginn einer neuen Ära für den in Mladá Boleslav ansässigen Automobilhersteller.
(Bild: Škoda)

Die ersten Kontakte zwischen Škoda Auto und dem Volkswagen-Konzern lassen sich bis in die 70er-Jahre zurückverfolgen. Der eigentliche Auslöser für eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Automobilherstellern war jedoch die Entwicklung und Produktion des neuen Škoda Favorit, den die Tschechen 1987 vorstellten. Im Rahmen von Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit und die Nutzung ausgewählter Komponenten, darunter auch Antriebsstränge, wurde in Wolfsburg ein Favorit-Prototyp getestet. Dieser Austausch begründete wichtige Beziehungen: Die hochqualifizierten Škoda-Spezialisten hinterließen dank ihrer Fähigkeit, flexibel auf komplexe Herausforderungen bei Entwicklung und Konstruktion zu reagieren, einen bleibenden Eindruck.

Nach dem Fall des kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei im November 1989 wurde klar, dass Škoda einen starken strategischen Partner brauchte, um auf dem globalen Markt bestehen zu können. Die jährliche Produktionskapazität lag bei rund 200.000 Fahrzeugen, und das Portfolio umfasste lediglich zwei Modelle: den Škoda Favorit und den Forman Kombi. Im Zuge der Privatisierung des staatlichen Automobilherstellers kristallisierte sich Volkswagen als einer der führenden Kandidaten unter 24 potenziellen Partnern heraus. Die Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures zwischen der tschechischen Regierung und dem Volkswagen Konzern schlossen beide Parteien am 28. März 1991, unterzeichnet von Industrieminister Jan Vrba und dem Volkswagen-Vorstandsvorsitzendem Carl Hahn. Nachdem VW seine vertraglich vereinbarten Verpflichtungen erfüllt hatte, erwarb er am 16. April 1991 zunächst einen Anteil von 31 Prozent an Škoda Auto.

Škoda Museum mit neuer Sammlung

In der einzigartigen Atmosphäre einer historischen Fabrikhalle aus dem Jahr 1913 hat das Škoda Museum eine neue Sammlung mit dem Namen „Concepts Unmasked“ eröffnet. Damit bietet Škoda den Besuchern die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Geschichte zu werfen, und macht einen weiteren Teil seiner Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich. Die neu zugängliche Halle beherbergt 31 Konzepte, Studien und Prototypen, die alle das Bestreben eint, das zukünftige Design und die technische Ausrichtung des tschechischen Automobilherstellers zu gestalten. Mit ihrem modernen Ausstellungskonzept im „Garagenstil“ knüpft die neu eröffnete Halle nahtlos an den bestehenden Bereich „Sleeping Beauties“ an.

Das Škoda Museum in Mladá Boleslav führt die Besucher durch mehr als 130 Jahre Unternehmensgeschichte, von den frühesten Fahrzeugen von Laurin & Klement bis hin zu aktuellen Modellen und Designstudien. Das Museum wurde 1995 in den ursprünglichen Fabrikgebäuden eröffnet und 2012 komplett renoviert. Die Ausstellungen des Museums erstrecken sich über 1.800 m² und umfassen nicht nur historische Fahrzeuge, sondern auch Prototypen, Motorsport-Sondermodelle und Motorräder.

1.040.000 Fahrzeuge in 2025

1993 wurde Dirk van Braeckel neuer Chefdesigner und gestaltete die ersten Generationen der Modelle Škoda Fabia und Škoda Octavia. Mit diesen Modellen erreichte Škoda wieder einen nennenswerten Marktanteil in Westeuropa.1998 wurde aus Škoda automobilová a.s. die Aktiengesellschaft Škoda Auto a.s. und produzierte zum ersten Mal 400.000 Pkw in einem Jahr, die in 70 Länder exportiert wurden. Škoda ist weltweit auf allen großen Absatzmärkten bis auf Nordamerika, Japan und Südkorea vertreten – seit Kurzem aber auch nicht mehr in China (siehe Kasten). Nachdem der Volkswagenkonzern seinen Anteil an Škoda Auto schrittweise aufgestockt hatte, gehören ihm seit dem 30. Mai 2000 100 Prozent des Unternehmens.

„Vor 35 Jahren markierte der Eintritt in den Volkswagen Konzern den Beginn einer bemerkenswerten tschechisch-deutschen Erfolgsgeschichte. Škoda Auto hat sich zu einer starken, globalen Marke entwickelt. Die Zugehörigkeit zum Volkswagen Konzern und zur Brand Group Core bietet uns eine starke Grundlage für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Wir profitieren so von Skaleneffekten, werden schneller und effizienter und sind besser aufgestellt“, sagte Klaus Zellmer, Vorstandsvorsitzender von Škoda Auto, anlässlich des Jubiläums.

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