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König: „2019 knacken wir die halbe Milliarde“

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Werkstatt im August für Kunden geschlossen

Und Zubehör?

Um Gottes willen, allenfalls werkseitiges Zubehör, das ohnehin im Auto drin ist. Ich kenne die Geschichten, dass man beim Jeep Wrangler noch 20.000 Euro an Zubehör verkaufen kann. Na klasse, dann steht der Kunde womöglich jeden Tag in der Werkstatt, weil die Seilwinde kaputt ist. Dafür haben wir keine Zeit, unsere Werkstatt ist ohnehin bis oben ausgelastet.

Ist Renault so anfällig?

Mit Neuwagen. Wir hatten die Werkstatt im August für externe Kunden geschlossen, außer es war ein Notfall. Der Hersteller hört so was natürlich nicht gern. Aber wir brauchten die Kapazitäten selbst, wir hatten so viele Fahrzeuge zum Ausliefern.

Durch den Online-Handel?

Er wird natürlich zunehmend relevant für uns. Ich gehe davon aus, dass bereits in den nächsten 24 Monaten jedes vierte Auto, das wir verkaufen, von den Kunden ohne Beratung in den Warenkorb geschoben wird. Das ist etwa die Größe, die aus anderen Einzelhandelsbranchen bekannt ist.

Ist der Autohandel mit dem Verkauf anderer Konsumgüter vergleichbar?

Ein Hersteller würde natürlich nie den Vergleich mit anderen Einzelhändlern ertragen. Aber wir müssen uns damit abfinden, dass ein „Brot & Butter“-Auto ein ganz normales Konsumgut ist. Das gilt für 80 Prozent der Fahrzeuge.

Das heißt?

Beratung und Probefahrt spielen vielleicht im Premiumbereich eine Rolle, aber nicht bei Massenwaren. Ich liege doch ein Bett auch nicht Probe, wenn ich es online bestelle. Es ist ein Massengeschäft. Probefahrten machen wir nicht, dafür haben wir keine Zeit. Wir wollen verkaufen.

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