Koenigsegg arbeitet jenseits der 1.000-PS-Grenze

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Die Sportwagenschmiede Koenigsegg hat es gerne extrem, zumindest in der Motorisierung. Zuletzt waren von den Schweden drei Modelle zu sehen, die um die 1.500 PS unter der Haube hatten.

Die schwedische Sportwagenschmiede Koenigsegg zeigte in Genf, den gefährlich aussehenden Boliden Regera.
Die schwedische Sportwagenschmiede Koenigsegg zeigte in Genf, den gefährlich aussehenden Boliden Regera.
(Bild: Koenigsegg)

Die schwedische Sportwagenmanufaktur Koenigsegg tritt aufgrund ihrer geringen Stückzahlen nur selten in Erscheinung – sieht man einmal von dem Zwischenspiel einer angedachten und letztlich gescheiterten Saab-Übernahme im Jahr 2009 ab. Eines gilt allerdings als gesetzt: Den Genfer Salon bereichert das Unternehmen regelmäßig mit spektakulären Fahrzeugen. Das war in diesem Jahr nicht anders.

Als Einzelstück und Kundenfahrzeug zeigte Koenigsegg unter anderem ein Agera RS mit dem Beinamen Gryphon. Gryphon ist der Name eines Fabelwesens mit Löwenkörper und Adlerkopf. Den Sportwagen hat die Manufaktur weitgehend in schwarz gehalten und mit einigen Blattgoldverzierungen aufgepeppt. Besonders spektakulär wirkt der V8-Renner mit offenen Türen sowie offener Front- und Heckklappe, denn dann erinnert der Agera an eine der SciFi-Action-Figuren aus der Serie Transformers. Auch fahrtechnisch hat der Hardtop-Roadster einiges zu bieten. Sein Achtzylinder-Motor leistet 1.000 kW/1.360 PS, er muss aber lediglich 1,4 Tonnen in Schwung bringen.

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Dass es bei Koenigsegg gerne noch ein paar PS mehr sein dürften, zeigten zwei weitere Kundenfahrzeuge aus der Regera-Serie. Beide haben neben einem Twinturbo-V8 auch drei E-Motoren an Bord. Das Motorenquartett ermöglicht mit einer Gesamtleistung von 1.103 kW/1.500 PS und 2.000 Newtonmetern Drehmoment eine Sprintzeit in unter 10 Sekunden – für die Beschleunigung von null auf 300 (!) km/h selbstverständlich. Sogar 400 km/h sind mit den Regera-Rennern möglich, die nach weniger als 20 Sekunden fallen – und zwar mit oder ohne Dach, wie der Hersteller betont.

Außen und innen sind die beiden Regera ziemlich individuell gestaltet. Der eine bietet eine Vollcarbon-Außenhaut in British-Racing-Green. Passend dazu präsentiert sich der Innenraum mit einer hellbraunen Lederausstattung. Der zweite Regera ist zweifarbig gehalten. Während die Flanken blutrot leuchten, ist der Mittelstreifen der Karosserie in Carbonschwarz ausgeführt. Die Fahrgastzelle nimmt das Farbthema der Außenhaut auf.

Auch viele Technikdetails der Fahrzeuge sind exklusiv. So stehen beide Regera auf Carbonrädern, die eine Gewichtsersparnis von 40 Prozent im Vergleich zu klassischen Leichtmetallrädern bringen sollen.

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