Chinesische Fabrikate Kommt die Party jetzt in die Gänge?

Von Andreas Wehner 11 min Lesedauer

Der große Erfolg chinesischer Autohersteller in Deutschland blieb bisher aus. Mit neuen Modell- und Marktstrategien soll sich das jetzt ändern. Zudem brachte die letzte IAA eine zweite Welle chinesischer Marken. Welche Pläne und Chancen haben sie? Und wo stehen die bereits aktiven Marken? Eine Bestandsaufnahme.

Mehrere neue chinesische Autohersteller drängen 2025 neu auf den Markt, darunter Omoda und Jaecoo aus dem Chery-Konzern.(Bild:  Wehner - VCG)
Mehrere neue chinesische Autohersteller drängen 2025 neu auf den Markt, darunter Omoda und Jaecoo aus dem Chery-Konzern.
(Bild: Wehner - VCG)

BYD hatte einst große Ambitionen. Als der chinesische Autobauer Ende 2022 den Markteintritt in Deutschland ankündigte, geisterten große Zahlen durch die Medien. Innerhalb von vier Jahren wollte man jährlich sechsstellige Absatzzahlen erreichen – und das mit nur einer Handvoll Händlergruppen und in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Importeur Hedin. Das Ergebnis ist bekannt: 2023 verbuchte BYD 4.100 Neuzulassungen, 2024 waren es nur 2.900.

Neben BYD hatte sich in den letzten Jahren eine gute Handvoll chinesische Automarken nach Deutschland gewagt: mal lauter, mal leiser, mal mit mehr, mal mit weniger Ambitionen. Und mit Ausnahme des ehemals britischen Fabrikats MG, das sich unter der Regie des Staatskonzerns SAIC seit 2021 einen respektablen Marktanteil erarbeitete, blieben die Zahlen bei allen auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau.