Fox E-Mobility Kompaktes E-Auto Mia 2.0 rollt 2024 in den Verkauf
Viele Hersteller sehen die E-Auto-Zukunft derzeit in SUV-Modellen. Mit dem Projekt Mia 2.0 meldet sich nun ein Pionier der Elektromobilität zurück. Mit einer funktionalen, kompakten E-Auto-Familie will das Unternehmen einen anderen Schwerpunkt setzen.

Im Jahr 2024 will das Unternehmen Fox E-Mobility AG, das sich selbst als europäischer Hersteller für kompakte E-Autos im unteren Preissegment bezeichnet, mit der E-Auto-Familie Mia auf den Markt kommen. Details zum Vertrieb nennt der Hersteller noch nicht. Allerdings sei zum jetzigen Zeitpunkt eine Mischform aus stationärem Handel und Onlinevertrieb angedacht, hieß es auf Anfrage von »kfz-betrieb« von der Pressestelle. „Online wird aber eine wichtige Rolle spielen.“ Der Preis werde „deutlich unter 20.000 Euro liegen“.
Auch zum Service hat sich die Unternehmensführung um den Vorstandsvorsitzenden Philippe Perret bereits erste Gedanken gemacht. Man werde kein eigenes Netz aufbauen, sondern auf Betriebe der Ketten oder Werkstattkonzepte ATU, Pitstop und Bosch zurückgreifen.
Das aktuelle Projekt Mia geht auf ein gleichnamiges Fahrzeug zurück, das die deutsche Mia Electric GmbH auf der IAA 2011 erstmals zeigte. Das Unternehmen ging 2014 in die Insolvenz. Kopf hinter der Unternehmung war damals der frühere VW-Chefdesigner Murat Günak. Er zeichnete auch für das jetzige Modell, den Mia 2.0, verantwortlich und arbeitet zudem für die türkische Automobil-Neugründung Togg. Laut einer Mitteilung des Unternehmens sei das Innen- und Außendesign sämtlicher Varianten des Fahrzeugs nun final verabschiedet worden.
Elektromobilität
Fox E-Mobility zeigt erstmals die Mia-Neuauflage
Reichweite von 400 Kilometern möglich
Das künftige Grundmodell von Fox E-Mobility basiert auf einer modularen Skateboard-Plattform, die sich für unterschiedliche Antriebskonfigurationen und unterschiedliche Fahrzeugtypen mit variablen Radständen eigenen soll. Das Fahrzeug hat eine Länge von 3,2 Metern, wiegt unter 1.000 Kilogramm und umfasst ein Ladevolumen von 1.500 Litern. Die Produktion erster Prototypen ist noch für das laufende Jahr 2022 geplant. Welcher Fahrzeughersteller das Auto in Serie produzieren wird, ist noch nicht bekannt.
Durch eine optionale zweite Batterie, die auch nachgerüstet werden kann, soll sich die Reichweite auf 400 Kilometer verdoppeln. An der Hinterachse reicht das Leistungsband von 40 kW/55 PS bis 100 kW/136 PS, zusätzlich ist vorne ein weiteres Triebwerk mit 30 kW/40 PS möglich.
Das E-Auto eignet sich laut Hersteller für das Gewerbe im urbanen Raum. Der Fokus der Entwicklung liegt unter anderem auf Lieferfahrzeugen in dem Einsatzbereich der sogenannten „letzten Meile“: Neben den beiden Varianten für Lieferdienste und Passagierfahrzeuge sollen auch weitere Versionen möglich sein. Geplant sei mittelfristig, das Fahrzeug „zu einer neuen Familie von agilen, hochfunktionellen Battery Electric Vehicles (BEV) auszubauen“.
Automobile Fachleute im neu gegründeten Beirat
Personell hat sich die Fox E-Mobility AG zusätzliches Wissen hereingeholt und einen Beirat installiert. Künftig sollen Bernd Martens, Dr. Thomas Buchholz und Oliver Rupps die Unternehmensführung um den Vorstandsvorsitzenden Philippe Perret unterstützen. Martens bringt viel Erfahrung aus dem Automobilbau mit. Er war von 2012 bis 2020 Mitglied des Audi-Vorstands und in dieser Funktion zuständig für die weltweite Beschaffung und später zusätzlich für die IT-Landschaft.
Thomas Buchholz bekleidete in der Vergangenheit verschiedene Positionen bei Automobilzulieferern. Seit 2017 ist er als freier Unternehmensberater tätig. Oliver Rupps schließlich durchlief verschiedene Managementpositionen bei Mercedes-Benz im Einkauf und hatte später Leitungsfunktionen bei verschiedenen Unternehmen der Logistikbranche inne.
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