Verband der Mercedes-Benz-Vertreter „Konstruktiv-kritischer“ Austausch

Von Yvonne Simon 3 min Lesedauer

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Der VBM diskutierte auf seiner Mitgliederversammlung mit Vertretern von Mercedes, Smart und Daimler Truck. Themen waren unter anderem der Absatzrückgang und die Entwicklung des Agenturmodells.

Michel Farrenkopf führt auch in Zukunft die Geschäfte des VMB.(Bild:  Verband der Mercedes-Benz Vertreter e.V.)
Michel Farrenkopf führt auch in Zukunft die Geschäfte des VMB.
(Bild: Verband der Mercedes-Benz Vertreter e.V.)

Der Mercedes-Absatz in Deutschland ist im Rückwärtsgang: Nach KBA-Daten schrumpften die Auslieferungen des Stuttgarter Herstellers zwischen Januar und September 2024 gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent. Gleichzeitig läuft für Hersteller und Handel das erste volle Jahr im Agenturmodell. Das waren die Rahmenbedingungen für die diesjährige Mitgliederversammlung des Verbands der Mercedes-Benz-Vertreter (VMB) , die am 17. und 18. Oktober in Düsseldorf stattfand. Alle 102 Mitgliedsbetriebe seien bei der Veranstaltung vertreten gewesen, erklärte der Verband auf Nachfrage.

Die Gespräche zwischen Handel und Hersteller-Vertretern seien „konstruktiv-kritisch“ verlaufen. Im Zentrum der Diskussionen mit der Pkw- und Van-Sparte habe die Absatzsituation sowie die Fortentwicklung des Agenturmodells gestanden, heißt es in einer Meldung des Verbands, ohne Details zu nennen.

Hört man sich in Händlerkreisen um, dann ist am Agenturmodell an sich wenig Kritik zu hören. Probleme bereiten eher die stark gestiegenen Fahrzeugpreise und das Wegfallen preissensibler Zielgruppen. Der Effekt höherer Preise wird durch geringere Stückzahlen eingedampft. Viele Mercedes-Händler haben daher zusätzliche Marken wie Hyundai und Kia aufgenommen, um Absatz- und Kundenverluste abzufedern.

Daimler Truck: Handlungsbedarf bei IT und Logistik

Mit Vertretern von Daimler Truck habe der Handel bei der Versammlung der Mitteilung zufolge über die Auswirkungen der Unternehmensabspaltung gesprochen. Man habe vor allem Handlungsbedarf im Bereich IT und Logistik hervorgehoben. Daimler Truck hat als Spin-Off die IT-Systeme neu entwickelt.

Das Geschäft mit schweren Lkw ist derzeit aufgrund der schwächelnden Wirtschaft branchenweit schwierig. Das spürt auch Daimler Truck. Beispielsweise hat der Hersteller zum 1. September Kurzarbeit für das Werk in Wörth angemeldet.

Mit Smart Europe habe der Verband die „Herausforderungen der Umstellung der bewährten Smart-Modelle hin zu den neuen Smart-Modellen aus China“ vor dem Hintergrund der branchenweit schwächelnden Elektro-Nachfrage diskutiert.

Auch bei Smart fiel der Blick auf die KBA-Statistik: Zwischen Januar und September liegt Smart um 23,5 Prozent im Minus, bei 10.269 Einheiten. Mit 30,5 Prozent macht der Fortwo im Jahresverlauf immer noch knapp ein Drittel der Auslieferungen aus. Der Stadtflitzer wird nicht mehr produziert, im ersten Halbjahr wurden aber noch Fahrzeuge ausgeliefert.

Vom Mercedes-Benz-Vertrieb Deutschland waren bei der VMB-Versammlung vor Ort Carsten Dippelt (Leitung Vertrieb Neufahrzeuge und Marketing), Achim Sauer (Leiter Vertriebsnetze) und David Perdomo (Leiter Vertrieb Mercedes-Benz Vans Europa). Für Smart nahm Deutschlandchef Wolfgang Ufer an der Tagung teil, von Daimler Truck kamen Christian Wilz (Leitung Mercedes-Benz Trucks Deutschland) und Ronald Ott ( Leiter Sales Lkw Deutschland Mercedes-Benz und Fuso). Zudem waren Mercedes-Benz Financial Services mit Thomas Mann (CEO Mercedes-Benz Leasing Deutschland) und Daimler Truck Financial Services mit Dr. Florian Peterl (Managing Director Deutschland).

Einstimmiges Votum für Michel Farrenkopf

Auf der Versammlung bestätigten die VMB-Mitglieder außerdem einstimmig die Vertragsverlängerung von Geschäftsführer Michel Farrenkopf für den Zeitraum der nächsten Wahlperiode. Farrenkopf führt die Geschäfte des Verbands seit 2019.

Dr. Steffen Riess, seit einem Jahr erster Vorstand des Verbands, wird dazu in der Meldung zitiert: „Besonders in dieser Zeit der Unsicherheit in einem anspruchsvollen automobilen Marktumfeld brauchen wir Stärke und Einigkeit. Der Verband bleibt ein verlässlicher Partner für seine Mitglieder und die Hersteller.“

Der VMB vertritt alle deutschen Mercedes-Benz-Händler. Diese setzen sich zusammen aus 102 Mitgliedern mit über 600 Betrieben und über 35.000 Mitarbeitern in Vertrieb und Service der Marken Mercedes-Benz Pkw und Transporter, Mercedes-Benz Lkw und Smart.

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