Kontinuität im GVA-Präsidium

Redakteur: Andreas Grimm, Andreas Grimm

Nach einigen Boomjahren steht der Freie Teilemarkt am Scheideweg. Neben der Zukunft der Weltwirtschaft stehen hinter Gesetzesvorhaben wie dem Designschutz noch Fragezeichen.

Die Mitgliederversammlung des Gesamtverbandes Autoteile-Handel (GVA) hat ihren Vorstand im Amt bestätigt. In seinem Marktausblick verdeutlichte der wiedergewählte 1. Vorsitzende Hartmut Röhl, dass sich die Branche inzwischen in einer „gesamtwirtschaftlich recht schwierigen“ Zeit befinde.

Die Teilnehmer der Jahresmitgliederversammlung in Hannover haben den bisherigen Vorstand um den 1. Vorsitzenden Hartmut Röhl mit einer Ausnahme wiedergewählt. Nicht mehr im obersten GVA-Gremium sitzt der bisherige Schatzmeister Horst Markus, der nicht mehr zur Wahl stand, da er die Autoteile-Branche verlassen hat. Sein Amt übernimmt Michael Katschmanowski von der Firma Johannes J. Matthies.

Als Stellvertreter des Vorsitzenden haben die Mitglieder Bernhard Strauch (Stahlgruber) und Fabian Roberg (Coler) bestätigt. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind Dr. Friederike Schwenker (Wilhelm Schwenker), Stephan Klatt (Hennig Fahrzeugteile) und Rüdiger Hahn (Christian Winkler).

Nach Auffassung von Röhl hat die allgemeine Finanzkrise inzwischen auch den freien Kfz-Teile- und Servicemarkt ergriffen. Dennoch habe sich die Branche bisher „gemessen an der allgemeinen wirtschaftlichen Lage gut behauptet“. Die längere Haltedauer der Fahrzeuge fördere die Bereitschaft in Wartung und Reparatur zur Werterhaltung zu investieren.

Freier Markt vor vielen Weichenstellungen

Gefahr für die freien Werkstätten sieht Röhl neben der ökonomischen Krise in den Anstrengungen der Fahrzeughersteller, im Kfz-Servicemarkt Boden gut zu machen. Bisher habe der Freie Markt aber seine Stellung „weitestgehend behaupten“ können. Um den freien Markt zu stützen, will der GVA in wettbewerbspolitischen Fragen in Berlin und Brüssel deutlich Stellung beziehen. Beispielsweise will der Verband die anstehenden Entscheidungen zum Designschutz für sichtbare Kfz-Ersatzteile und die angestrebte Nachfolgeregelung zur GVO nutzen, „um das Wohl des freien Marktes und der Verbraucher weiter zu fördern.“

Entsprechend gewählt war das Thema des an die Mitgliederversammlung anschließenden GVA-Kongresses. Die Teilnehmer untersuchten, ob für Teilekäufer Wahlfreiheit herrscht und sie im freien Markt fündig werden. Noch immer sei problematisch, dass die Hersteller nicht pflichtgemäß die technischen Informationen weitergeben.

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