Vinfast Kooperationen für funktionierenden Service

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Stückzahlen von Vinfast sind weiterhin überschaubar. Doch schrittweise wird aus dem Online-Anbieter ein Importeur mit Strukturen. Im Service greift Vinfast nun auf namhafte Partner zurück – DHL und LKQ.

Vinfast intensiviert derzeit den Ausbau des Service-Angebots für seine Kunden.(Bild:  Grimm – VCG)
Vinfast intensiviert derzeit den Ausbau des Service-Angebots für seine Kunden.
(Bild: Grimm – VCG)

Der vietnamesische Autobauer Vinfast arbeitet immer noch an einem echten Markteintritt in Deutschland und Europa. Parallel zum Aufbau eines Händlernetzes intensiviert der Importeur die Aktivitäten im Service. Dazu arbeitet Vinfast nun europaweit mit dem Logistiker DHL zusammen. Ergänzt wird die Kooperation in den Niederlanden durch eine strategische Kooperation mit dem Teilehändler LKQ.

Die Eckdaten zum Vinfast-Absatz sind bislang wenig positiv. Trotz verschiedener Stores in Großstädten ist das Fabrikat nur auf geringe Resonanz bei den Neuwagenkäufern gestoßen. Konkret wurden laut den Zahlen von Jato Dynamics im ersten Quartal 2025 europaweit nur 65 Vinfast-Neuwagen zugelassen. Im Gesamtjahr 2024 waren es 299 Einheiten, davon aber immerhin 175 in Deutschland.

Um das Fabrikat wettbewerbsfähig aufzustellen, verstärkt Vinfast derzeit seine Bemühungen um funktionierende Lieferketten im Ersatzteilgeschäft. Ende März verkündete der Importeur eine Kooperation mit dem Logistiker DHL, um eine Lieferung von Fahrzeugteilen binnen 24 Stunden sicherzustellen. Vom DHL-Logistikstandort Holtum bei Soest aus beliefert DHL seither alle europäischen Kunden. Dort seien die „Ersatzteile für alle europäischen Vinfast-Modelle“ gelagert. Derzeit sind exakt zwei Modelle verfügbar: der kompakte VF6 und das Großraum-SUV VF8.

Das Ziel ist klar: Vinfast will bei Reparaturen die Lieferung von Ersatzteilen binnen 24 Stunden sicherstellen. Denn echte Servicepartner gibt es – abgesehen vom ersten Vinfast-Händler in Chemnitz – bislang nicht; Vinfast-Fahrer müssen sich an ATU-Filialen wenden, die aber sicher kein vollständiges Teilelager unterhalten. Die DHL-Kooperation „eliminiert das Risiko, dass Autos lange Standzeiten haben, weil auf die Lieferung wichtiger Teile gewartet werden muss“, heißt es in einer Vinfast-Mitteilung.

Zusätzlich zum Hauptvertriebszentrum in Holtum lagert DHL alle Vinfast-Batterien und Komponenten für die europäischen Modelle VF 6 und VF 8 nach eigenen Angaben zudem in einer Niederlassung in der Tschechischen Republik. Aktiv ist das Fabrikat derzeit in den Märkten Frankreich, Deutschland und Niederlande.

Service über LKQ in den Niederlanden

Im Aftersales hat Vinfast nun die DHL-Partnerschaft in den Niederlanden um eine Kooperation mit LKQ ergänzt. Ziel der Partnerschaft mit LKQ Netherlands sei es, ein umfassendes und hochwertiges Kundendienst- und Wartungsnetzwerk in den Niederlanden aufzubauen, meldete Vinfast Ende April. Dort unterhält LKQ ein E-Auto-fähiges Servicenetzwerk mit perspektivisch 250 Anlaufstellen im Nachbarland.

Los geht es zunächst mit neun Servicezentren, die Garantiereparaturen, Hochvoltarbeiten, Reifenservice und allgemeine Wartungsarbeiten übernehmen. Jede Filiale ist für die Wartung des VF 6 und VF 8 sowie aller zukünftigen Modelle auf dem niederländischen Markt ausgestattet. Ersatzteile werden regelmäßig, bis zu fünfmal täglich, geliefert, um Fahrzeugausfallzeiten zu minimieren. Wann weitere Modelle in den Markt kommen, hat Vinfast noch nicht mitgeteilt.

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