Kfz-Gewerbe Bayern Kritik an Sparplänen des Bundesverkehrsministeriums

Von Doris S. Pfaff 1 min Lesedauer

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Harsche Kritik an den Sparplänen der Bundesregierung bei der Verkehrsinfrastruktur übt das Kfz-Gewerbe Bayern. Laut Präsident Albert Vetterl befänden sich bereits jetzt schon viele Autobahnen und Bundesstraßen in einem katastrophalen Zustand.

Albert Vetterl, Präsident und Landesinnungsmeister des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern, befürchtet dramatische Folgen, sollte die Bundesregierung an den Sparplänen bei der Verkehrsinfrastruktur festhalten. (Bild:  Kfz-Gewerbe Bayern)
Albert Vetterl, Präsident und Landesinnungsmeister des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern, befürchtet dramatische Folgen, sollte die Bundesregierung an den Sparplänen bei der Verkehrsinfrastruktur festhalten.
(Bild: Kfz-Gewerbe Bayern)

Laut Medienberichten plant das Bundesverkehrsministerium unter Bundesverkehrsminister Volker Wissing, ab 2025 seine Investitionen in Verkehrswege zu kürzen. Vor allem bei den Autobahnen soll es Einsparungen in Milliardenhöhe geben. Mehrere Verbände haben bereits vor möglichen Folgen gewarnt.

Nun auch Präsident Vetterl, Präsident des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern: „Die Ampel darf Deutschland nicht weiter kaputtsparen. Leistungsstarke Verkehrswege sind gerade in einem Flächen- und Transitland wie Bayern entscheidend für die Wirtschaftskraft.“ Viele Autobahnen und Bundesstraßen seien bereits in einem katastrophalen Zustand. Den Rotstift jetzt noch weiter anzusetzen, wäre unverantwortlich, so Vetterl.

Denn Autobahnen und Bundestraßen seien entscheidend für die Wirtschaft. Vetterl fürchtet um die Kaufkraft der Verbraucher. Die Berliner Sparpläne sehen für kommendes Jahr rund 20 Prozent weniger Ausgaben für die Autobahn GmbH vor. In den folgenden Jahren sollen nochmals fast 2,4 Milliarden Euro gespart werden. Das sei eine weitere Zumutung für das Kfz-Gewerbe und die Autofahrer.

„Wir haben erst aus Brüssel das Verbrenner-Verbot ab 2035 aufgedrückt bekommen. Dann hat die Ampel Ende 2023 über Nacht den Umweltbonus gestrichen. Jetzt droht den Bundesverkehrswegen das Spar-Chaos“, sagte Vetterl. Das strapaziere zusätzlich die Nerven aller, die privat oder beruflich auf das Auto angewiesen seien. Vetterl: „Sperrungen und Umleitungen machen keine Lust aufs Autofahren, sondern werden wohl eher zu Kaufzurückhaltung bei unseren Kunden führen. Das wäre für das Handelsgeschäft vor allem auch im Lkw-Bereich ein weiterer Berliner Bärendienst.“

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