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Know-how gefragt
Seit zehn Jahren betreiben die zwei Gutachter zusätzlich ein eigenes Prüfzentrum für Fahrzeuguntersuchungen und kontrollieren hier sprichwörtlich alles, was Räder hat. „Einen Oldtimer auf der Grube zu haben, ist immer wieder etwas Schönes. Er sorgt für Abwechslung im Prüfalltag, verlangt bei der Begutachtung, egal ob Wertgutachten oder H-Kennzeichen-Abnahme, etwas mehr als das Abarbeiten von Prüfpositionen“, bringt es Mitinhaber Kunz auf den Punkt.
Praktische Hilfen
Hier zahlt sich vor allem eine jahrelange Erfahrung aus, ist sich Kunz sicher. Diese kommt auch zum Tragen, wenn sich der Oldtimer nicht zu 100 Prozent im Originalzustand befindet – ein Umstand, der zwischen Fahrzeughalter und Prüfer als verlängerter Arm des Gesetzes immer wieder zu Problemen bei Abnahmen von H-Kennzeichen führt. Kuba genießt einen guten Ruf in Oldtimerkreisen, da die Mitarbeiter durchaus wissen „was geht“ und sich aus Angst vor möglichen Fehlentscheidungen nicht wie mancher Kollege hinter Paragrafen verstecken müssen.
So war die Abnahme des Triumph TR6 nicht nur problemlos, sie verlief zudem äußert charmant. Denn als Prüfer fungierte Stephanie Kunz. Die Tochter des Mitinhabers ist seit Kurzem in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und setzt als frischgebackene Diplom-Ingenieurin weibliche Akzente in diesem zum Großteil von Männern dominierten Berufsbild. So schaffte der rote Engländer die im Rahmen der H-Kennzeichen-Abnahme obligatorische Hauptuntersuchung ohne Beanstandungen. Auch der Zustand entsprach in allen Punkten den geforderten Kriterien. Nur bei einer Sache war sich die junge Prüferin nicht ganz sicher: den Rädern. Auch wenn die klassischen Speichenfelgen durchaus Akzente setzen und gerade bei alten Engländern häufig anzutreffen sind, hatte sich doch ihre Zweifel bezüglich ihrer Originalität.
„In so einem Fall hilft uns als Partner die Oldtimer-Hotline der KÜS rasch und unkompliziert weiter“, erklärt ihr Vater. „Hier sitzen echte Profis, die ihr Wissen unter anderem auf einen Datenpool von mehr als 50.000 Fahrzeugen stützen können.“ Gesagt, getan: Ein Anruf brachte es zu Tage: Die hübschen Chromspeichenräder des TR6 sind nicht original. Serienmäßig rollten alle TR6 auf Stahlfelgen vom Band. Doch gab es die Speichenfelgen bereits vor mehr als 20 Jahren – Zubehör gilt in diesem Fall somit ebenfalls als original bzw. zeitgenössisch. Dank vorhandener Typnummer und entsprechendem Gutachten gab es für den Fahrzeugbesitzer grünes Licht, und der Anerkennung seines Schmuckstücks als rollendes historisches Kulturgut stand nichts mehr im Wege.
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Datei: Oldtimer-Zustandsnoten
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