Die großen Autohändler 2022 Kuhn+Witte hat ein Ass im Ärmel

Von Julia Mauritz 4 min Lesedauer

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Mit seinem neuen Geschäftsbereich „Mobile Freizeit“ ist das Jesteburger Familienunternehmen ins Geschäft mit Bikes, E-Bikes, Rollern und Freizeitmobilen eingestiegen – mit Erfolg.

Das Zweiradcenter in Jesteburg hat Kuhn + Witte in diesem Frühjahr eröffnet.(Bild:  Kuhn+Witte)
Das Zweiradcenter in Jesteburg hat Kuhn + Witte in diesem Frühjahr eröffnet.
(Bild: Kuhn+Witte)

Erstmals ins Grübeln gekommen war Oliver Bohn bereits vor einigen Jahren beim Besuch des Hamburger Apple-Stores: Der Geschäftsführer befragte die dortigen jungen Verkäufer nach ihrer Mobilität. Als Antwort hörte er: Roller, E-Bike, Carsharing und öffentlicher Nahverkehr. Ein Auto besaß keiner von ihnen. „Bei uns im Speckgürtel von Hamburg benötigen die meisten jungen Menschen noch ein Auto. Aber ist das in fünf Jahren auch noch so?“, fragte er sich. Und so nahm vor drei Jahren auf einem Zukunftsworkshop von Kuhn+Witte die Idee Form an, eine neue Eigenmarke für die Mobilität ins Leben zu rufen. Erste erfolgreiche Fahrversuche auf zwei Rädern fanden im Sommer 2021 mit einer E-Bike-Sharing-Station am Bucholzer Standort statt. Danach entschied sich der diesjährige Gesamtsieger des Automotive Business Awards in der Kategorie Vertrieb, auch in den Zweiradvertrieb einzusteigen.

Seit Ende März dieses Jahres verkauft die Autohausgruppe, die drei Betriebe im Hamburger Speckgürtel betreibt, unter dem Label „Mobile Freizeit“ Biobikes und E-Bikes von namhaften Herstellern wie Focus, Kalkhoff oder Conway. Ganz neu aufgenommen hat Kuhn+Witte kürzlich zudem die Kinderfahrradmarke Woom. Präsentiert werden die rund 3.500 bis 15.000 Euro teuren Zweiräder in den Räumlichkeiten des ehemaligen Nutzfahrzeugcenters der Autohausgruppe in Jesteburg – luftig wie im Neuwagen-Showroom.