Interview mit dem ZDK-Präsidium Kunden haben das Vertrauen in E-Autos verloren

Von Doris S. Pfaff und Wolfgang Michel 9 min Lesedauer

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Erst wenn die Hersteller in allen Modellreihen E-Autos bieten sowie E-Autos und Strom günstiger werden, wird sich der Markt erholen. Im Interview erläutert das ZDK-Präsidium mit Arne Joswig, Thomas Peckruhn und Detlef Peter Grün, wo aktuell die Kfz-Betriebe stehen.

Das ZDK-Präsidium mit Präsident Arne Joswig (v.l.), Vizepräsident Thomas Peckruhn und Bundesinnungsmeister Detlef Peter Grün, engagiert sich auf breiter Ebene für die Themen der Kfz-Betriebe. (Bild:  ProMotor)
Das ZDK-Präsidium mit Präsident Arne Joswig (v.l.), Vizepräsident Thomas Peckruhn und Bundesinnungsmeister Detlef Peter Grün, engagiert sich auf breiter Ebene für die Themen der Kfz-Betriebe.
(Bild: ProMotor)

Herr Peckruhn, der Absatz von Elektrofahrzeugen sinkt rapide. Eine Marktregulierung zeichnet sich bislang nicht ab. Braucht es nicht doch eine erneute Forderung?

Thomas Peckruhn: Wir befinden uns mit den BEVs auf einem historischen Tiefstand. Als die Förderung Ende 2023 abrupt auslief, hat das der ZDK genau so prognostiziert. Jetzt einfach eine neue Kaufförderung zu fordern, reicht nicht. Für die Elektromobilität braucht es eine bessere Ladeinfrastruktur – nicht nur im öffentlichen, sondern auch im privaten Bereich. Die Schnellladeinfrastruktur ist für den jetzigen Bestand von 1,4 bis 1,5 Millionen reinen E-Fahrzeugen absolut unzureichend. Auch die Reichweite ist ein Problem: Kunden kritisieren immer wieder, dass die Reichweiten der Elektrofahrzeuge stark davon abweichen, was die Hersteller versprechen.