Kundenbindung: Stammkunden per Karte

Autor / Redakteur: Udo Schwickal / Udo Schwickal

Werkstattkunden sind in der Regel treue Kunden. Das ändert sich allerdings zunehmend, wenn ihr Fahrzeug älter wird. Kundenkarten, die ein Bonussystem beinhalten, können den Wechsel von der Markenwerkstatt in die Freie Werkstatt aufhalten.

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Mit individuell programmierbaren Bonuskarten können Autohäuser auch Kunden mit älteren Fahrzeugen halten.
Mit individuell programmierbaren Bonuskarten können Autohäuser auch Kunden mit älteren Fahrzeugen halten.
( © contrastwerkstatt - Fotolia)

Die deutschen Autofahrer sind mit ihrer Werkstatt zufrieden. So zeigt ein Blick in die DAT-Statistik, dass 81 Prozent im Jahr 2015 ihr Fahrzeug in derselben Werkstatt reparieren und warten ließen wie im Jahr zuvor. Diese Treue bröckelt allerdings, wenn das Fahrzeug älter als vier Jahre wird. Dann gehen laut DAT-Report 2016 nur noch drei von vier Kunden für Wartungsarbeiten in die Markenwerkstatt. Bei Fahrzeugen mit einem Alter von sechs bis acht Jahren sinkt deren Anteil auf 65 Prozent. Bei Autos, die älter als zehn Jahre sind, besuchen nur noch 29 Prozent einen markengebundenen Servicebetrieb.

Mit diesem Problem war auch das Autohaus Minrath konfrontiert. Die Serviceleitung wünschte sich dringend ein Instrument, um besonders die Besitzer älterer Fahrzeuge an das Autohaus zu binden, erinnert sich die Marketingverantwortliche Anja Grommes. Nachdem sie zusammen mit Serviceleiter Thomas Lehmann einige Ideen recherchiert hatte, entschied sich der Betrieb schließlich im letzten Herbst für eine Kundenkarte mit einer Bonusfunktion, wie sie die Firma Smartloyality in Wiesbaden anbietet.