Mai-Auswertung Kundenfokus auf Gebrauchte wächst

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Das Interesse an Gebrauchten wächst. Einerseits steigt die Zahl der Besitzumschreibungen, andererseits generell das Interesse an einem Second-Hand-Kauf.

Gebrauchtwagen stehen derzeit bei den Kunden hoch im Kurs.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Gebrauchtwagen stehen derzeit bei den Kunden hoch im Kurs.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland hat im Mai wieder Fahrt aufgenommen. Wie aus den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts hervorgeht, haben im vergangenen Monat 544.683 Pkw einen neuen Halter bekommen. Das waren 3,0 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Im April war die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen dagegen 1,8 Prozent rückläufig gewesen.

Unter dem Strich ist der Gebrauchtwagenmarkt dank des positiven Mai-Ergebnisses wieder im Plus. Nach fünf Monaten summiert sich die Gesamtzahl der Pkw-Halterwechsel auf 2,75 Millionen Einheiten – ein Anstieg um 0,6 Prozent. Ein wachsendes Interesse an Gebrauchtwagen hatte zuletzt auch die Onlineplattform Mobile.de konstatiert. Die Bereitschaft, einen Gebrauchten zu kaufen, sei seit September 2024 leicht gestiegen, heißt es in einer Mitteilung vom 26. Mai. Basis der Aussage ist eine Umfrage von YouGov Deutschland.

Eine wesentliche Ursache für das wachsende Interesse an Gebrauchten sind die Kosten: Laut der Umfrage liegt die durchschnittliche Zahlungsbereitschaft für ein fabrikneues Fahrzeug mit Verbrennungsmotor aktuell bei 24.989 Euro, während der durchschnittliche Angebotspreis bei 50.884 Euro liegt. Dass die Neuwagenpreise deutlich stärker gestiegen sind als die Reallöhne, hatte jüngst eine Untersuchung von Jato Dynamics und Oliver Wyman aufgezeigt.

Wenn die Nachfrage wächst, nicht aber das Angebot, ergeben sich meist Preissteigerungen. Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt ist das der Fall, wenn auch nur maßvoll. „Kunden zahlen heute durchschnittlich rund 200 Euro (0,7 Prozent) mehr für ein entsprechendes Fahrzeug als im Mai 2024“, heißt es von Autoscout 24 auf Basis der Angebotspreise auf der Plattform. Darin könnte sich allerdings auch das gestiegene Preisniveau der Neuwagen ganz generell widerspiegeln.

Insbesondere kommen immer mehr gebrauchte E-Modelle in den zweiten Vermarktungszyklus, die bislang vielfach groß und teuer sind. Die stoßen laut Autoscout 24 inzwischen auf ein wachsendes Interesse der Kunden. „Die anfänglich große Schere zwischen Angebot und Nachfrage beginnt sich stückweise zu schließen“, heißt es in einer Mitteilung der Börse.

Neben den Pkw sind auch alle anderen Fahrzeugklassen gefragt. Die Zahl der Lkw-Umschreibungen legte um ein Zehntel auf knapp 36.000 Einheiten zu. Gleiches gilt für die Zugmaschinen (11.600 Einheiten). Die Bus-Umschreibungen legten um 6,3 Prozent auf 372 Einheiten zu. Besonders boomten im Mai die Krafträder, die in 60.800 Fällen einen neuen Besitzer fanden (+11,0 %).

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