Kupplungsreparatur: Aufpassen beim Ausrücken

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Die Kupplung besteht nicht nur aus den Reibscheiben – auch an anderen Teilen lauern Herausforderungen. Dabei steht der Zentralausrücker im Fokus. Experten von FTE Automotive liefern Tipps für den korrekten Austausch.

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Wird der Ausrücker schief aufgesetzt, kann die Hydraulikflüssigkeit auslaufen.
Wird der Ausrücker schief aufgesetzt, kann die Hydraulikflüssigkeit auslaufen.
(Foto: FTE)

Fast alle modernen Autos nutzen einen Zentralausrücker zur Kupplungsbetätigung. Damit ist der früher übliche außen liegende Nehmerzylinder samt Umlenkhebel überflüssig geworden, und die Kupplungsbetätigung sitzt schön geschützt im Inneren der Kupplungsglocke. Allerdings kann der Zentralausrücker nur zusammen mit der Kupplung getauscht oder repariert werden. Zwar kommen Schäden an der Betätigung selbst nur selten vor, doch wenn ein Kupplungswechsel ansteht, sollte der Ausrücker mit getauscht werden. Viele Autohersteller schreiben das sogar vor.

Der Grund für den Pflichtwechsel ist folgender: Durch den Kupplungsverschleiß verschiebt sich der Arbeitsbereich des Ausrücklagers. Wird nun eine neue Kupplung eingebaut, gelangt das Lager wieder in seine Ausgangsposition zurück – an welcher mittlerweile allerdings die Führungshülse verschmutzt ist. Diese Ablagerungen können den Dichtring beschädigen und für Öleintritt in den Kupplungsraum sorgen. Die neue Kupplung wäre kurz nach dem Wechsel wieder hinüber.