KYB: Angreifer aus Tschechien
Das Unternehmen – früher als Kayaba bekannt – ist einer der größten Stoßdämpfer-Hersteller der Welt. Mit verstärktem Elan und neuen Produkten greift KYB nun auf dem europäischen Aftermarket an.

Eine Reise nach Tschechien ist eine Reise in ein prosperierendes Land. Die Arbeitslosenrate liegt bei 3,8 Prozent und ist die niedrigste in der Europäischen Union. Die Straßen sind nicht schlechter als in Deutschland, die Mobilfunkabdeckung sogar viel besser. Dass es dem Land so gut geht, liegt nicht zuletzt an den vielen ausländischen Konzernen, die hier Produktionsstandorte aufgebaut haben. Firmen wie KYB: Der japanische Stoßdämpferhersteller – früher als Kayaba bekannt – betreibt in Pardubice (etwa 100 Kilometer östlich von Prag) eine Fabrik mit rund 700 Arbeitskräften, die bis zu sechs Millionen Dämpfer pro Jahr herstellen. Der zweite KYB-Standort in Tschechien befindet sich im rund zehn Kilometer entfernten Chrudim; dort werden seit dem Jahr 2013 Fahrwerksfedern hergestellt.
Im weltweiten Vergleich ist KYB mit 20 Prozent Marktanteil einer der größten Stoßdämpferhersteller. Rund eine Million Einheiten verlassen pro Woche die Fabriken des 1935 gegründeten Unternehmens. Doch auf dem deutschen Ersatzteilmarkt sind die Japaner nicht so stark, wie sie es gern wären und wie sie es im Rest von Europa sind. Das ist kein Wunder angesichts heimischer Konkurrenz wie ZF Sachs oder Bilstein, aber auch wegen der geringeren Markenbekanntheit in Deutschland.
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