Lackierbranche tagte in Köln
Der Kölner Lacklieferant Spies Hecker unterstützte den fünften Werkstatttag der BFL bei der Brillant GmbH in Köln-Porz.
Über 300 Besucher begrüßte Paul Kehle, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Fahrzeuglackierer (BFL) anlässlich des fünften Werkstatttages der Gesellschaft für Fahrzeuglackierung in Köln. Gastgeber der vom Lacklieferanten Spies Hecker unterstützten Veranstaltung war Marco Busch, Geschäftsführer des Lackierfachbetriebs Brillant GmbH.
Namhafte Referenten aus der Industrie und Zuliefererwirtschaft und 33 Aussteller gestalteten den interessanten Programmablauf und beantworteten die aktuellen Fragen rund um das Thema Karosserie und Lack.
Den Auftakt machte Georg Tautz, Geschäftsführer der Spies Hecker GmbH. Er zeigte auf, welchen Markteinflüssen die K&L-Arbeiten derzeit und künftig ausgesetzt würden. Hierzu zählte Tautz besonders die Aktivitäten der verschiedenen Fahrzeughersteller, die den herkömmlichen Lackbetrieben immer mehr Wettbewerb bieten. Allein VW habe schon 150 so genannte Unfallspezialisten installiert. Zudem hätten schon mehr als 800 Volkswagen-Vertragspartner das Smart-Repair-System „Clever Repair“ installiert.
Auch die Schadensteuerungsmaßnahmen der Versicherungen würden das K&L-Geschäft immer schwieriger machen. Beispielsweise berichtete Tautz, dass die HUK-Coburg weitere Kooperationen mit anderen Versicherungen eingehen würde um das eigene Werkstattnetz besser auszulasten. Positiv bewertete Tautz, dass die HUK seiner Einschätzung nach die Kostensteigerung in den K&L-Betrieben wahrnehme. Abhängig vom Reparaturvolumen sei sogar die Anhebung der Stundenverrechnungssätze möglich.
Allerdings hätte die HUK beschlossen, dass ab dem Jahr 2009 die Margen für die Ersatzteile geteilt werden sollen. Die HUK hatte zu Beginn des Jahres 2008 den Teileeinkauf gebündelt um durch die größeren Mengen bessere Konditionen bei den Ersatzteilen zu erhalten. Zunächst hatte die Versicherung angekündigt die Margen vollends bei den K&L-Betrieben zu belassen. Lob fand Tautz für die Initiative Fair-Play der Allianz, die auf die Prozessoptimierung baut und den Betrieben nicht die Stundenverrechnungssätze vorschreibt.
Tautz erwartet im kommenden Jahr keinen dramatischen Reparaturrückgang für die K&L-Branche. Allerdings müssten sich die Betriebe auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen. Dazu gehöre, dass sich die Kriterien für die Kreditvergabe ändern würden. Die Betriebe bräuchten professionelle Geschäftspläne. Zudem rechnet Tautz damit, dass die Ausfallrisiken bzgl. der Kunden steigen und dass der Wachstumsmotor Leasing ins Stocken gerät.
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