Lackiermaterial: Schneller zum Ziel

Autor / Redakteur: Stefan Dietz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Die Prozesszeiten zu verkürzen ist eines der Topthemen der Lackbranche, denn damit lässt sich das Betriebsergebnis optimieren. Immer bessere Produkte helfen den Betrieben, ihre Profitabilität und Effizienz zu steigern.

Nach der Lackierung mit einem der neuesten Klarlacke kann schon nach einer Trocknung von 10 bis 15 Minuten bei 40 Grad Celsius am Fahrzeug weitergearbeitet werden.
Nach der Lackierung mit einem der neuesten Klarlacke kann schon nach einer Trocknung von 10 bis 15 Minuten bei 40 Grad Celsius am Fahrzeug weitergearbeitet werden.
(Bild: Sehon)

Gefühlt befindet sich die Lackbranche wieder einmal im Umbruch, wie einst bei der Einführung der VOC-Richtlinien 1999. Damals waren die Befürchtungen groß, dass mit den neuen Wasserbasislacken nur Probleme auf die Werkstätten zukommen würden. Heute schmunzelt man darüber, denn diese Ängste waren unberechtigt. Wasserbasislacke haben gegenüber konventionellen Basislacken mehr Vorteile als Nachteile: einfachere Verarbeitung, kaum Wolkenbildung, brillantere Farben. Auch das früher so oft ins Feld geführte Argument der Gegner, die wasserbasierten Lacke würden viel längere Abluftzeiten brauchen, hat sich nicht bewahrheitet.

In den letzten Jahren hat sich in Sachen Verarbeitungsmaterial in der Lackiererei sehr viel getan. Up to date zu sein ist hier die große Herausforderung für Betriebsinhaber, Werkstattleiter und auch für jeden Lackierer. Materialien mit kürzeren Trockenzeiten haben mittlerweile alle Lackanbieter im Programm. Zudem helfen spezielle Produkte dem Lackierer dabei, die Prozesszeiten zu verkürzen – von Füllern, die im ultravioletten Licht trocknen, über moderne Schleifmittel bis hin zu niederforcierten Klarlacken und mit Nano- oder Mikropartikeln versehenen Polituren.