Elektromobilität
Land und Hersteller haben Führungspositionen längst verspielt
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Deutschland hat ein Elektroproblem. Nicht nur dass die Neuzulassungen sinken, sondern inzwischen haben andere Märkte den Anspruch, „Leitmarkt der Elektromobilität“ zu sein. Und im Verkaufsmix der Autobauer hat die Zukunftstechnik einen bedenklich kleinen Anteil.
Deutschland ist meilenweit von seinen Elektromobilitätszielen entfernt. Nicht nur die Rückgänge der E-Zulassungen sind erschreckend, sondern im ersten Quartal hat das Land der automobilen Innovationen auch noch eine zentrale Führungsrolle verloren. Deutschland ist aktuell nicht „Leitmarkt der Elektromobilität“. Denn die meisten neuen E-Modelle rollten in den ersten drei Monaten des Jahres in Großbritannien zu den Kunden, wie eine Marktanalyse des Center of Automotive Management (CAM) ergeben hat.
Im ersten Quartal wurden in Großbritannien 127.000 E-Neuzulassungen registriert (BEV und PHEV). Das ist ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Deutschland, dem bisherigen Elektro-Vorzeigeland, gingen die Auslieferungen dagegen um 5 Prozent auf 126.000 Einheiten zurück. Und Deutschland droht noch weiter abzurutschen. Denn auch in Frankreich kletterte der E-Auto-Absatz um 17 Prozent auf jetzt 119.000 Einheiten – wobei Deutschland noch immer der volumenstärkste Einzelmarkt in Europa ist. Blickt man nur auf die BEV-Zulassungen, ist Frankreich sogar praktisch gleichauf mit Deutschland.
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