Langzeitmiete: Ein Geschäft mit Tücken

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Im Nutzfahrzeuggeschäft wächst die Nachfrage nach langfristigen Mietverträgen. Herstellerbanken und Autohäuser sind häufig nur unzureichend auf diesen interessanten, aber risikobehafteten Geschäftsbereich vorbereitet.

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Viele Nutzfahrzeugkunden wollen ihre Fahrzeuge lieber langfristig mieten als sie zu kaufen oder zu leasen.
Viele Nutzfahrzeugkunden wollen ihre Fahrzeuge lieber langfristig mieten als sie zu kaufen oder zu leasen.
(© th-photo - Fotolia)

Autos zu mieten, ist nichts Besonderes. Seit Jahrzehnten bietet eine Reihe namhafter Vermietgesellschaften Fahrzeuge von groß bis klein zur Miete an. Auch viele Autohäuser stellen ihren privaten und gewerblichen Kunden Mietfahrzeuge zur Verfügung. Aber der Markt ändert sich. Insbesondere die Gewerbekunden mit kleineren und größeren Fuhrparks melden sich mit neuen Ansprüchen.

Nutzfahrzeuge zu kaufen oder zu leasen, ist für manche von ihnen nicht mehr interessant, sie liebäugeln vielmehr mit Mietkonzepten. Der Grund ist einfach: Gewerbliche Kunden erhalten zunehmend Aufträge, die zeitlich befristet sind und die der Auftraggeber nach Fristablauf neu ausschreibt. Der Auftragnehmer kann daher nicht mit Sicherheit davon ausgehen, dass er diesen Auftrag langfristig behalten wird. Fahrzeuge zu erwerben, die er nicht mehr nutzen kann, wenn er den Auftrag verlieren sollte, macht für ihn wirtschaftlich keinen Sinn.