Künstliche Intelligenz Wo Kfz-Betriebe die Technologie einsetzen können

Von Dr. Martin Achter 11 min Lesedauer

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Leadmanagement, Fahrzeugbewertung oder Datenerfassung: Es gibt eine Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz in Kfz-Betrieben. Händler und Werkstätten, die auf derlei Tools setzen, sehen darin verschiedene Vorteile – und entwickeln teils eigene Konzepte.

Künstliche Intelligenz (KI) im Kfz-Betrieb: Der Scan-Roboter CS Voyager des polnischen Dienstleisters Vumo (siehe Abbildung), der automatisiert Fahrzeuge und ihren Zustand erfasst, ist ein Beispiel für den Einsatz der Technologie in Autohäusern und Werkstätten.(Bild:  Vumo)
Künstliche Intelligenz (KI) im Kfz-Betrieb: Der Scan-Roboter CS Voyager des polnischen Dienstleisters Vumo (siehe Abbildung), der automatisiert Fahrzeuge und ihren Zustand erfasst, ist ein Beispiel für den Einsatz der Technologie in Autohäusern und Werkstätten.
(Bild: Vumo)

Künstliche Intelligenz (KI) und Lokalkolorit im Kundenkontakt schließen einander nicht aus. Diese Erfahrung können Kaufinteressenten zumindest bei Gelder & Sorg im fränkischen Haßfurt machen. Rufen sie bei dem Händler an, weil sie sich etwa für einen Gebrauchtwagen interessieren, und alle Verkaufsberater sind im Kundengespräch, nimmt den Anruf ein digitaler Sprachassistent an. Gelder & Sorg hat seinem Sprachroboter eine weibliche Stimme gegeben, und die rollt das R in den Wörtern – wie für den fränkischen Dialekt üblich. Der Voice-Bot erfasst dann die Anliegen der Kunden per Spracherkennung, hinterlegt sie im Leadmanagement-System und ordnet sie gezielt den zuständigen Mitarbeitern zu.

„Herzlich willkommen bei Gelder & Sorg. Ich bin Ihr digitaler Assistent und nehme Ihr Anliegen entgegen“, grüßt der Anrufassistent. „Sobald meine Kollegen verfügbar sind, werden sie Sie zurückrufen.“ Dann können die Anrufer Fahrzeugmarke, -modell, die Fahrzeugnummer aus einem Fahrzeuginserat – falls bekannt –, ihren Namen und mögliche Fragen nennen. Anschließend wandelt die KI die Angaben in Text um und speist sie in das Leadmanagement-System ein. So wird aus einem Anruf mithilfe künstlicher Intelligenz ein Lead – und der Händler hat zudem seine telefonische Erreichbarkeit erhöht.