Leasingrückläufer direkt vermarkten
Die internetbasierte Auktionsplattform CarsOnTheWeb entstand auf Anregung von Automobilhändlern. Pro Monat finden 20 Auktionen statt, bei der 1 300 Fahrzeuge versteigert werden.
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Ein Volltreffer
Zwar musste Götze sehr schnell feststellen, dass in Deutschland bereits zahlreiche Leasingfirmen auktionsgeschädigt und damit auch gegenüber COTW voreingenommen waren. Dennoch erwies sich das Geschäftskonzept der Direktvermarktung von Leasingrückläufern über den Fachhandel schnell als Volltreffer.
Das überzeugendste Argument war das Alleinstellungsmerkmal von COTW in Sachen Internationalität. So ist das Unternehmen neben der Keimzelle in Belgien und seinen Aktivitäten in Deutschland inzwischen auch mit eigenen Niederlassungen in Spanien, Frankreich und Italien vertreten.
Gezielt vermarkten
In den monatlich 20 Auktionen sieht Branchenfachmann Götze ein ideales Instrument, um die Leasingrückläufer gezielt über professionelle Händlergruppen vermarkten zu können. Im Rahmen von drei Auktionen pro Woche – jeweils über zwei Tage – werden in der Regel drei Jahre alte, 120 000 Kilometer gelaufene Leasingrückläufer in 24 europäischen Ländern über den Fachhandel vermarktet. Heute vertreibt COWT für seine Kunden immerhin 80 Prozent der Fahrzeuge im Ausland.
Die Auktionsplattform übernimmt nahezu sämtliche Tätigkeiten für das Leasingunternehmen, sei es die Bewertung der Fahrzeuge, sei es die Administration (Ausfuhr-, Umsatzsteuer, Grenzformalitäten etc.) vor allem im internationalen Geschäft.
Insgesamt werden dem professionellen Fachhandel auf der internationalen Internetplattform monatlich 4 500 (Ziel Ende 2007: 6 000 bis 7 000) Leasingrückläufer namhafter Leasingfirmen über Auktionen angeboten. Aktuell sind insgesamt 13 600 Autohauspartner (in Deutschland sind es 1 080) registriert.
Mitglied auf Probe
Bevor ein Händler jedoch an der Auktionsplattform teilnehmen kann, nimmt ihn COTW genauestens unter die Lupe. Nach einer dreimonatigen Probemitgliedschaft muss er sich entscheiden, ob er für 250 Euro ein Jahresabonnement erwirbt oder pro Fahrzeug zahlt. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Händler lieber pro Fahrzeug zahlen“, resümiert Götze. Immerhin 25 Prozent aller Händler nehmen regelmäßig an den Auktionen teil.
Isabella Finsterwalder
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