Insolvenzen Leicht steigende Zahl der Pleiten liegt im Bundestrend

Von Andreas Grimm

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Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Kfz-Gewerbe ist zuletzt wieder leicht gestiegen. Insgesamt verharren die Fallzahlen aber auf einem niedrigen Niveau.

Die Zahl der Firmenpleiten im Kfz-Gewerbe ist zuletzt insgesamt leicht gestiegen. Im Handel sank die Zahl der Insolvenzen aber sogar.(Foto:  Grimm – »kfz-betrieb«)
Die Zahl der Firmenpleiten im Kfz-Gewerbe ist zuletzt insgesamt leicht gestiegen. Im Handel sank die Zahl der Insolvenzen aber sogar.
(Foto: Grimm – »kfz-betrieb«)

Die Zahl der Firmenpleiten im Kfz-Gewerbe ist im zuletzt ausgewerteten Monat August nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) wieder etwas gestiegen. Laut den offiziellen Zahlen hatten im Berichtszeitraum 28 Betriebe massive finanzielle Schwierigkeiten, die im Gang zum Insolvenzgericht endeten. Das waren drei Betriebe mehr als im August 2021 (+12 %).

Auffällig ist, dass sich die Augustzahlen in fast allen Bereichen vom Gesamtjahrestrend unterscheiden. Insbesondere ist die Gesamtzahl der Branchenpleiten seit Jahresstart leicht rückläufig. Inklusive der Augustzahlen ging 263 Unternehmen die finanzielle Puste aus. Das waren sechs Fälle weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (–2,2 %).

Zudem sank im August die Fallzahl der Pleiten im Handel (–18,8 %), während sie im Gesamtjahr bislang stieg (+2,8 %). Die Werkstattpleiten wiederum stiegen im August (+166,7 %) entgegen dem Jahrestrend (–12,5 %). Bei den Motorradbetrieben ging es trenduntypisch nach oben (+100 %; Gesamtjahr: –56 %). Nur der leichte Aufwärtstrend bei den Insolvenzen im Teilehandel passt zum allgemeinen Branchenverlauf.

Im branchenübergreifenden Vergleich hat sich die Branche im Gleichklang mit der Gesamtwirtschaft entwickelt. Nach Angaben des Destatis stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im August um 11,5 Prozent. Auch im Gesamtjahr bewegt sich die Kfz-Branche (inklusive des Teilehandels und der Autowaschanlagen) auf dem Niveau der Gesamtwirtschaft. Der Rückgang der Brancheninsolvenzen um 2,2 Prozent ist annähernd deckungsgleich mit dem Rückgang in der Gesamtwirtschaft um 2,3 Prozent.

Betroffen vom wirtschaftlichen Aus ihrer 28 Betriebe waren im August 39 Angestellte. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger summieren sich auf 26,2 Millionen Euro.

Zu beachten ist bei den Zahlen des Statistischen Bundesamts, dass die Insolvenzstatistik nur Geschäftsaufgaben abbildet, die im Zuge eines Insolvenzverfahrens ablaufen. Das Ende einer Geschäftstätigkeit aus anderen Gründen beziehungsweise vor Eintritt akuter Zahlungsschwierigkeiten wird in diesen Werten – und in diesem Bericht – nicht berücksichtigt.

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