Leichtbau: Neue Mode beim Blechkleid

Autor / Redakteur: Jürgen Klasing / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Die Zeit der komplett aus einer Stahlsorte gefertigten Karosserie geht zu Ende. Heute und in Zukunft setzen die Autohersteller auf einen Materialmix aus Stahl, Leichtmetall und Kunststoff, um das Gewicht ihrer Fahrzeuge zu senken.

Die aktuelle Generation des Audi TT kombiniert eine Bodengruppe aus Stahl mit Aufbau und Anbauteilen aus Aluminium. Ultrahochfeste Stahlteile dienen der Verstärkung.
Die aktuelle Generation des Audi TT kombiniert eine Bodengruppe aus Stahl mit Aufbau und Anbauteilen aus Aluminium. Ultrahochfeste Stahlteile dienen der Verstärkung.
(Quelle: Audi)

Mit der Markteinführung eines neuen Modells sind nicht nur Veränderungen beim Service an mechanischen Teilen wie Motor, Getriebe und Fahrwerk verbunden, sondern oft auch Veränderungen in der Karosseriestruktur oder dem Karosseriebau. Diese sind nicht immer offensichtlich und werden zudem durch den Lackaufbau, sowie den Dämm- und Korrosionsschutz verdeckt. An einer Rohbaukarosserie hingegen lassen sich die Weiterentwicklungen am „Blechkleid“ studieren.

Größter Treiber für diese Entwicklungen ist der Leichtbau, denn mit einem verringerten Fahrzeuggewicht geht ein niedrigerer Kraftstoffverbrauch einher. Die Ingenieure untersuchen dazu alle Potenziale bei den Aggregaten und den Karosseriematerialien. Die Leichtbaumaßnahmen im Karosseriebau stehen aber auch im Spannungsfeld anderer Einflussgrößen, wie den Produktionskosten und der Stückzahl des Modells. Auch spielt es eine Rolle, ob sich der Hersteller über den Leichtbau als technisch besonders fortschrittliches Unternehmen positionieren will.