Transporter Leichtes Wachstum am Markt, Pessimismus im Handel

Von Yvonne Simon 6 min Lesedauer

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Der Transportermarkt ist im vergangenen Jahr leicht gewachsen, getrieben durch die gewerbliche Nachfrage. Viele Händler verbuchten jedoch Absatzverluste und blicken pessimistisch auf das Jahr 2024.

Der Sprinter von Mercedes-Benz hat sich 2023 dem VW Transporter beim Absatz angenähert.(Bild:  Mercedes-Benz AG)
Der Sprinter von Mercedes-Benz hat sich 2023 dem VW Transporter beim Absatz angenähert.
(Bild: Mercedes-Benz AG)

Der Transportermarkt hat sich im vergangenen Jahr etwas erholt. Die Neuzulassungen stiegen um 7,95 Prozent auf 462.646 Einheiten. Es ist das erste Jahreswachstum seit 2019. Alles in allem blieb das Marktniveau aber schwach und weit unter Vorkrisenniveau: 2019 lieferten Handel und Hersteller rund 564.600 Neufahrzeuge aus. „Die Zahlen sind enttäuschend“, kommentiert daher Benjamin Kibies, Senior Automotive Analyst bei dem Marktforschungsinstitut Dataforce. „500.000 Zulassungen sollten eigentlich ein realistisches Marktvolumen sein.“

Die Kauflaune gedämpft haben wohl hauptsächlich Inflation und Konjunkturschwäche. Die Produktionsengpässe, die im Vorjahr 2022 noch voll zugeschlagen hatten, haben sich 2023 vielerorts aufgelöst, stellen aber zumindest für den Vertragshandel teils noch Probleme dar: In einer Umfrage von »kfz-betrieb« unter 86 Händlern gab fast ein Viertel der Probanden (24,4 %) an, die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen nicht decken zu können, bei weiteren 14 Prozent ist die Verfügbarkeit vom Modell abhängig.