Lernen im virtuellen Autohaus

Redakteur: Johannes Büttner

Mit „AutoAzubi“ kommt die erste vollständig prozessorientierte Lernumgebung für kaufmännische Auszubildende im Kfz-Gewerbe auf den Markt.

Das Autohaus Pless hat alles, was zu einem Kfz-Betrieb gehört. Außergewöhnlich ist allein sein Standort: Das Unternehmen existiert nur auf CD und im Internet. Als virtuelles Autohaus dient es dazu, Auszubildenden des Berufs „Automobilkaufmann“ die Strukturen eines Kfz-Betriebs so realistisch wie möglich darzustellen. Pless ist der Drehort, an dem die Lernumgebung „AutoAzubi“ spielt.

Auszubildende haben mithilfe des Programms die Möglichkeit, vielfältige berufliche Arbeitsaufgaben in der Welt des virtuellen Autohauses selbstständig zu bearbeiten. Dafür stehen ihnen auf einer Internetplattform mehrstufig ausgearbeitete Modelle von Geschäftsprozessen zur Verfügung. Ein datenbankgestütztes Dealer-Management-System auf CD-Rom ergänzt das Lernprogramm. Die Plattform spiegelt alle Geschäftsbereiche des Autohauses Pless wider. Der Lernende muss nicht stur theoretische Fragen beantworten, sondern komplexe Lernaufträge abarbeiten.

In der Datenbank finden sich alle dazugehörigen Stamm- und Bewegungsdaten: Kunden, Fahrzeuge, Lieferanten, Artikel, Handels- und Serviceaufträge basierend auf einer Vielzahl branchenspezifischer Voreinstellungen. Kurz, die Lernumgebung AutoAzubi bildet die gesamte Welt kaufmännischer Arbeit im Kfz-Betrieb einschließlich der berufstypischen Werkzeuge ab. Damit unterstützt AutoAzubi alle Formen handlungsorientierten Lernens sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule.

Die Väter und Mütter von AutoAzubi

An der Entwicklung von AutoAzubi waren Experten aus der Praxis, der Berufsbildung und der Bildungspolitik beteiligt. Ein Team von Redakteuren wird weiterhin dafür sorgen, dass der Katalog mit Lernaufträgen wächst und regelmäßig gepflegt wird. So fand im November eine Schreibwerkstatt mit Studierenden der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kfz-Gewerbe (BFC) in Northeim statt.

Ähnliche Aktionen plant Projektleiterin Dr. Vera Meister auch in Zukunft mit Ausbildern, Pädagogen, Studenten und engagierten Auszubildenden, um sowohl den Datenbestand des Autohauses Pless als auch die Aufgaben für die Auszubildenden stets auf dem aktuellen Stand der Dinge zu halten.

Dr. Meister ist als Vertreterin von Univera Wissensdienstleistungen einer der Macher von AutoAzubi. Weitere Projektpartner sind das Ressort Bildungs- und Qualifizierungspolitik der IG Metall, die Werbas AG, Pixeltank.de und Fürstenberg Consulting. Die administrativen Fäden rund um die Lernumgebung laufen bei der Nevion GmbH in Kassel zusammen, einem Spezialisten für Programme zur beruflichen Bildung.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.autoazubi.de. Dort können Sie auch einen kostenlosen Demozugang für das Programm erhalten.

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