Aus- und Fortbildung im Gebrauchtwagenbereich Lieber Top-Performer statt Durchschnitt

Von Silvia Lulei 5 min Lesedauer

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Wer ein top ausgebildetes Gebrauchtwagenteam möchte, muss sich selbst darum kümmern. Die Hersteller reduzieren ihre Programme in diesem Bereich. Also müssen die Händler selbst investieren. Bis zu 4.000 Euro pro Mitarbeiter sind realistisch.

Viele Gebrauchtwagenverkäufer sind handlungsorientiert und verkaufsstark, haben aber wenig – oder kein – strategisches Verständnis für Marktmechanismen.(Bild: ©  Wellnhofer Designs - adobe.stock.com)
Viele Gebrauchtwagenverkäufer sind handlungsorientiert und verkaufsstark, haben aber wenig – oder kein – strategisches Verständnis für Marktmechanismen.
(Bild: © Wellnhofer Designs - adobe.stock.com)

Die Kritik ist eindeutig: Gebrauchtwagencoach Patrick Heun hält den Wissensstand im Gebrauchtwagenbereich für „maximal durchschnittlich“ und sieht in einem Großteil der Autohäuser „erhebliches Entwicklungspotenzial“. Ein hartes Urteil, das die in der Kfz-Branche weit verbreitete Einschätzung bestätigt, dass Gebrauchtwagenverkäufer oft ins kalte Wasser geworfen werden.

Große Unterschiede bei der Qualifikation

Joachim Heim, Direktor Network Performance bei Dekra Automotive Solutions, differenziert: „Grundsätzlich ist der Kenntnisstand im Gebrauchtwagengeschäft im Markenhandel insgesamt solide, aber sehr unterschiedlich ausgeprägt.“ Während viele Mitarbeiter die operativen Abläufe – Ankauf, Aufbereitung, Preisfindung und Verkauf – routiniert beherrschen, hapert es an anderer Stelle: „Deutlich schwächer ist das Wissen in den Bereichen datenbasierte Steuerung, Restwertmanagement und Elektromobilität.“