Loco-Soft: Datenqualität hinterfragen

Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Prof. Anita Friedel-Beitz / Julia Mauritz

Egal ob es um die digitale Direktannahme oder schlankere Geschäftsprozesse geht – all das funktioniert nur mit den richtigen Schnittstellen und hochwertigen Daten. Doch genau da hakt es laut Ralf Koke und Corinna Mattick vom Lindlarer DMS-Anbieter.

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Corinna Mattick und Ralf Koke sehen im Handel noch viele Datenbaustellen.
Corinna Mattick und Ralf Koke sehen im Handel noch viele Datenbaustellen.
(Bild: Loco-Soft)

Redaktion: Immer mehr Hersteller forcieren aktuell die digitale Dialogannahme, doch viele Händler beklagen, dass sie daraus keinen Nutzen ziehen.

Ralf Koke: Was wird denn unter digitaler Direktannahme verstanden? Dass der Serviceberater auf einem Tablet eine Annahmecheckliste seines Herstellers abarbeitet? Das ist Spielerei. Von ernsthafter Arbeitserleichterung kann nur die Rede sein, wenn die Daten des Kunden und seines Fahrzeugs zwischen dem Annahme-Tablet und dem Dealer-Management-System in beide Richtungen ausgetauscht werden können. Das ist Sinn und Zweck von Digitalisierung: Den Menschen das Leben einfacher zu machen. Es kommt also entscheidend auf die Schnittstellen zwischen dem Herstellersystem und der Händler-EDV an. Genau darauf haben wir uns spezialisiert: Wir haben digitale Annahmeprozesse für viele Hersteller realisiert.

Welcher Hersteller ist aus Ihrer Sicht bei der digitalen Direktannahme schon sehr weit?

Koke: Bei den Marken, mit denen wir zusammenarbeiten, haben bislang Hyundai, Peugeot und Citroën die tiefste Systemintegration und sehr viele Nutzer, die die digitale Dialogannahme bereits umsetzen. Von ihnen kommen wertvolle Hinweise und Anforderungen, um künftig noch mehr Daten austauschen zu können. Darüber hinaus gibt es freie Anbieter, die die Vorgaben unterschiedlicher Hersteller erfüllen. Hier haben wir auch schon zu einigen Schnittstellen geschaffen.