Löhr-Gruppe: Zehn Prozent mehr Effizienz

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Dezentral organisiert

Die heute 26 Betriebe an 12 Standorten werden als eigenständige Gesellschaften geführt. Jeder Geschäftsführer ist in seinem lokalen Markt allein verantwortlich. „Lange Leinen“ sind, laut Persy, eines der Geheimnisse, warum selbst in so schwierigen Jahren wie 2008 und 2009 weiterhin positive Ergebnisse erwirtschaftet wurden. Dass diese insgesamt zu niedrig sind, ist ein anderes Thema. Doch dazu lässt sich der Vorstand nicht in die Karten schauen.

2007 übernahm die bis dahin auf die Marken des VW-Konzerns konzentrierte Löhr-Gruppe die Vertriebsrechte für Toyota und Lexus in Koblenz. Mit der Eröffnung des Toyota-Zentrums und des Lexus-Forums in Wiesbaden hat dieses zweite Standbein 2008 eine entsprechende Ausprägung im Markenportfolio der Gruppe erhalten, womit die Löhr-Gruppe ihre Position am Mittelrhein erstmals nach Hessen ausdehnte. Ende 2008 begann in Mainz eine Baugroßoffensive: die Löhr-Automeile mit Betrieben für Porsche, Toyota & Lexus, Audi und Volkswagen. Das Porsche-Zentrum feierte bereits im September 2009 eine spektakuläre Eröffnung, der Toyota-Betrieb folgte im November und das Audi-Zentrum im Dezember.

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Die Umsatzrendite liegt immer noch im positiven Bereich. Persy erklärt, dass sich die Gruppe unverändert stark auf ihr Privat- und Firmenkundengeschäft konzentriere und die Finger von Vermietergeschäften lasse: „Wir machen keine Show-Absatzzahlen!“

Neben dem Aufbau der zweiten Markenlinie änderte sich 2007 auch der Marktauftritt. „Kundenbefragungen haben uns gezeigt, dass wir plakativer werden müssen“, erklärt Persy. Das soll jedoch nicht die vornehme Umschreibung dafür sein, dass jetzt auch die Löhr-Gruppe in die Preisschleuderei einsteigt. Ganz im Gegenteil: Die Autohäuser der Gruppe wollen mit interessanten Angeboten und Marketingaktionen überraschen. Dazu wird von Jahr zu Jahr jeweils ein Vertrag mit einer professionellen Werbeagentur geschlossen.

Im Marktauftritt wird man ebenfalls etwas konkreter. Alle zur Löhr-Gruppe gehörenden Betriebe haben 2009 einen einheitlichen Namen erhalten. Persy ist davon überzeugt, dass die Standardisierung gerade für die Kundschaft logischer erscheint. Nomen est omen – nach dem Motto: Wo Löhr dran steht, muss auch Löhr-Qualität drin sein. Der Kunde erhält das eindeutige Signal, dass auch der kleine Betrieb auf das Portfolio der Gruppe zugreift.

Während andere Kettenbetriebe davor zurückschrecken, die Betriebsstätten namentlich zu vereinheitlichen, setzen die Koblenzer ganz auf den guten Ruf des Namens Löhr. Den gilt es zu penetrieren.

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