Fahrbericht

Lotus verschifft den Eletre nach Europa

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Und auch der Rest ist selbsterklärend: Schlüsselkarte an die Fläche fürs induktive Handyladen halten, per Wippschalter auf „D“, Fahrmodus-Einstellung (von Tour bis Track) über die rechte und Rekuperationsstufe über die linke Lenkradwippe einstellen. Das war's.

Agiles SUV für die Langstrecke

Nun ja, das klingt jetzt vielleicht doch ein bisschen zu normal für das, was man mit dem Antrieb des Eletre so alles anstellen kann. Immerhin warten in den Versionen Eletre und Eletre S 450 kW/603 PS und 710 Newtonmeter (Nm) maximales Drehmoment darauf, sich in Szene setzen zu können. Und bei der Spitzenversion Eletre R sind es sogar 675 kW/905 PS und 985 Nm.

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Wer es darauf anlegt und reichlich Platz auf abgesperrtem Terrain zur Verfügung hat, kann damit ziemlich abgefahrene Sachen anstellen. Etwa den Standard-Sprint in 4,5 beziehungsweise 3,0 Sekunden durchziehen. Oder die gut 2,5 bis 2,6 Tonnen schwere Fuhre mal eben in weniger als 2 Sekunden von 80 auf 120 km/h beamen – eine aggressive Attacke auf empfindliche Magennerven. Erst bei 258 respektive 265 km/h gibt sich der britische Bolide dem Luftwiderstand geschlagen.

Leistung ist einfach da, wann immer und wie viel davon man braucht. Dank des Allradantriebs, flankiert von einer Zwei-Kammer-Luftfederung, Multi-Link-Achsen vorne wie hinten und sämtlichen aktuell verfügbaren elektronischen Helfern lässt sich die brachiale Gewalt sogar noch bei Nässe vergleichsweise gut auf die Straße bringen.

Die Lenkung macht ihre Sache auch im verschärften Einsatz gut. In engen, schnellen Kurven kann das SUV seine üppigen Pfunde zwar lange ganz gut kaschieren, aber letztlich lassen sie sich nicht wegdiskutieren oder -regeln: Ein echter Sportwagen ist er nicht. Aber ein extrem agiles SUV. Und eines mit reichlich Komfort auf der Langstrecke – mit der Option auf künftiges autonomes Fahren. Die Hardware dafür ist schon mal an Bord.

20 Minuten Ladeaufenthalt für 80 Prozent Akku

Ein schnell ladender Stromer ist das neue Modell auch. Dank der 800-Volt-Architektur des jüngsten und größten Lotus lässt sich der 112 Kilowattstunden fassende Lithium-Ionen-Akku binnen 20 Minuten von zehn bis 80 Prozent füllen. Die Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 600 Kilometern beim Basismodell, 535 Kilometern beim S und mit bis zu 450 Kilometern beim R an.

Die WLTP-Verbrauchswerte liegen abhängig von der Bereifung zwischen 21,4 (Eletre) und 30,7 kWh/100 km (Eletre R). Während der durchgehend temporeduzierten Testfahrt rund um Oslo signalisierte der Eletre S rund 23 kWh je 100 Kilometer. Wer es auch nur ein bisschen fliegen lässt, muss also auch in der zweitstärksten Variante definitiv mit deutlich über 30 kWh rechnen.

Basismodell ist ab 95.500 Euro erhältlich

Auch bei den Preisen will Lotus ein Zeichen setzen: 95.990 Euro fürs Basismodell, 120.990 Euro für den S und 150.990 für den R können angesichts von Leistung und Technik des Neuzugangs als fast schon günstig gelten. So geht es beim 460 kW/625 PS starken AMG EQE 53 SUV preislich mit knapp 125.000 Euro los, das Model X mit 493 kW/670 PS startet bei 113.490 Euro und der 456 kW/619 PS starke BMW iX M60 steht gar erst ab 143.100 Euro in der Liste.

Exakt solche Mitbewerber – und auch luxuriöse Verbrenner wie etwa der Lamboghini Urus – dürften aktuell noch in den Garagen der treuen Lotus-Gemeinde stehen. Der will die Geely-Tochter jetzt mit dem Eletre ein ernst zu nehmendes Erstwagen-Angebot machen – zusätzlich zum Zweit- oder Drittwagen in Gestalt eines Exige oder eines Evora.

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