Lueg bietet 176 Azubis Rundumbetreuung
Der Mercedes- und Mehrmarkenhändler Fahrzeugwerke Lueg AG sucht aus Tausenden Bewerbern die geeignetsten heraus – mit Erfolg, wie der erste Platz beim Bundesbildungspreis beweist.
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Rund 2 000 ernst zu nehmende Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz gehen alljährlich bei der Fahrzeug-Werke Lueg AG ein. Kein leichtes Unterfangen also für Birgit Behrens und Jessica Moryson aus der Personalabteilung sowie die Ausbildungsmeister in der zentralen Lehrlingsausbildung, daraus „nicht unbedingt die besten, aber auf jeden Fall die geeignetsten“ herauszufiltern.
Entscheidendes Kriterium für eine Einstellung ist, ob sich der Bewerber für die Branche interessiert und ob er sich im besten Fall auch schon mit dem konkreten Betrieb beschäftigt hat. Wer sich bei Lueg um einen Ausbildungsplatz bemüht, sollte also schon begründen können, was er oder sie so spannend am Beruf des Automobilkaufmanns oder des Kfz-Mechatronikers findet. Und auf die Frage nach dem Lieblingsauto nicht „ein schwarzes“ antworten.
Anspruchsvolle Auswahltests
Doch natürlich spielen in den hauseigenen Einstellungstests für technische und kaufmännische Auszubildende auch fachliche Fähigkeiten und Qualifikationen eine Rolle. Die Auswahlprüfungen sollen zwar keine unüberwindliche Hürde darstellen, das Anforderungsniveau ist aber durchaus hoch. Manch eine Frage ist sogar der Zwischenprüfung entnommen. „Dabei geht es dann aber nicht um Fachkenntnisse, sondern zum Beispiel um das richtige Verhalten im Kundenkontakt; die Aufgabe ist also für jeden Kandidaten lösbar“, versichert Moryson. Außerdem sollen die Bewerber unter Beweis stellen, dass sie auch unter Zeitdruck noch vernünftig arbeiten können.
Wer das sorgfältige Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen hat, den erwartet in dem Mercedes-Benz-Betrieb und den Tochtergesellschaften verschiedener Fabrikate im ganzen Ruhrgebiet eine Rundumbetreuung während der Ausbildung. Am Ende eines jeden Zeitabschnitts in einer Abteilung steht eine Beurteilung des Lehrlings. Diese wandert nicht etwa nur in die Personalakte, sondern wird dem jungen Mitarbeiter in einem ausführlichen Gespräch erläutert. So weiß der Azubi jederzeit, wo er gerade steht und an welchen Schwachstellen er gemeinsam mit seinem Ausbildungsbeauftragten noch arbeiten muss.
Azubis gestalten den Schauraum
Da sollten die Weichen für eine erfolgreiche Prüfung bereits frühzeitig gestellt sein, noch dazu, da moderne Medien und eine sehr gut ausgestattete Lehrwerkstatt mit zwei eigens dafür abgestellten Meistern für optimale Lernbedingungen sorgen. Dennoch bietet Lueg seinen Azubis auch noch einmal spezielle Prüfungsvorbereitungskurse an.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Ausbildung: Der Lehrling soll früh an eine selbstständige Arbeitsweise herangeführt werden. Hierfür bieten sich Projektarbeiten an; bei der Lueg-AG hat sich die Schauraumgestaltung als besonders erfolgreich erwiesen: Die Auszubildenden in den verschiedenen Zentren gestalten den Schauraum ihres Centers, entwickeln dabei eigene Ideen und werden dafür belohnt: Auf die Besten wartet ein Preisgeld. Eine andere Form der Motivation ist der Betriebssport. Die körperliche Ertüchtigung ist nämlich mit einem interessanten Wechsel der Perspektiven verbunden, wie der angehende Automobilkaufmann Fabian Schauenburg erzählt. Als versierter Kanusportler wurde er kurzerhand zum Trainer des Drachenbootteams des Unternehmens ernannt. Und schon hatten die Vorgesetzten aus dem normalen Berufsleben auf einmal nach seiner Pfeife zu tanzen.
Lueg lernt von den Auszubildenden
Von den Projekten seiner Lehrlinge ganz direkt und kurzfristig profitieren kann der Betrieb im Rahmen der Erkundungsaufträge. Die Azubis untersuchen, warum bei ihrem Arbeitgeber Dinge so ablaufen, wie sie ablaufen. Dabei lernen sie nicht nur die vielen verschiedenen Facetten ihres großen Betriebes kennen, sondern liefern diesem durch ihre unvoreingenommene Betrachtungsweise immer wieder wertvolle Tipps, wie sich Arbeitsprozesse verbessern lassen.
Natürlich endet die Karriere in einem Autohaus nicht mit der Ausbildung. Fortbildungs- und Aufstiegschancen stehen allen motivierten Mitarbeitern offen. Verschiedene Karrierepläne bieten die Perspektive, einmal eine verantwortungsvolle Position im Unternehmen einzunehmen. Die Weichen dafür werden schon im Verlauf der Ausbildung gestellt. Rund ein halbes Jahr vor dem Abschluss der Lehrzeit gibt es nicht nur ein Zwischenzeugnis, sondern auch ein Personalgespräch.
Darin versuchen alle Beteiligten zu ermitteln, an welcher Stelle in der Lueg-Gruppe der Noch-Azubi demnächst am sinnvollsten arbeiten kann. Meist findet sich eine Lösung, die alle zufrieden stellt, nicht zuletzt, weil die „Auszubildenden bei Marken und Standorten viel flexibler sind als langjährige Mitarbeiter“, lobt Personalchefin Behrens.
Ausbildungsprogramm stößt auf Medienecho
Die hervorragende Qualität der Ausbildung bei Lueg hat sich herumgesprochen, Bewerbungen gibt es mehr als genug. Dabei lassen es die Verantwortlichen aber nicht bewenden. Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen locken sie Interessenten an. Das reicht bis hin zur Präsenz in TV und Rundfunk. Ein im Magazin „Auto-Motor-Sport-TV“ gesendeter Beitrag über das neue Berufsbild des Servicemechanikers entstand zu weiten Teilen im Hause Lueg. Der Westdeutsche Rundfunk war ebenfalls schon im Betrieb zu Gast, um von dort über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Kfz-Branche zu berichten.
Die lokalen Medien berichten auch, wenn ganze Schulklassen in einem der Lueg-Zentren zu einem Informationsbesuch anrücken. Oder ein Gast in den Betrieb kommt, der sich mit Nachdruck für die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für junge Menschen im Ruhrgebiet einsetzt: Der Essener Weihbischof Franz Grave lobte, Unternehmen wie Lueg würden ihren Beitrag zu einem besseren Miteinander unter den Menschen leisten.
Standard in der Rekrutierung fähiger Azubis sind Betriebspraktika, an deren Ende die Praktikanten nicht nur um ihre Meinung gebeten werden und eine Broschüre erhalten, sondern außerdem dazu aufgefordert werden, sich später um einen Ausbildungsplatz zu bewerben. Gleichzeitig hält der Betrieb intern sein Urteil über den Praktikanten fest und bemüht sich um einen beständigen Kontakt zu all denen, die einen guten Eindruck hinterlassen haben. Im Übrigen kommen nicht nur Schüler als Praktikanten zu Lueg, sondern auch eine Gruppe, die sicherlich keine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker oder Automobilkaufmann mehr absolvieren wird: Berufsschullehrer. Auf diese Weise hält das Unternehmen einen engen Kontakt zu seinen Partnern im dualen System der beruflichen Ausbildung und vermittelt den Pädagogen wertvolle Hinweise auf die aktuellen Anforderungen an Mitarbeiter in Kfz-Betrieben.
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