Lust-Gruppe teilweise in Schwierigkeiten
Die Opel/Citroën/Honda-Sparte der Autohandelsgruppe Lust in der Oberlausitz hat Insolvenzantrag gestellt. Der Betrieb läuft zunächst weiter.

Die Autohaus Lust Zittau GmbH (Opel, Citroën und Honda) hat beim Amtsgericht Dresden Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde laut einer amtlichen Bekanntmachung am Donnerstag Olaf Seidel von der Kanzlei Wolff und Rapp in Dresden berufen.
Wie die Opel/Citroën/Honda-Sparte mit ihren sechs Standorten (3x Zittau, 2x Görlitz und Kamenz) in finanzielle Schieflage geraten konnte, ist noch unklar. Geschäftsführer Hans-Joachim Lust wollte sich dazu im Gespräch mit dem „Oberlausitzer Kurier“ nicht äußern. Er sagte lediglich, dass es aufgrund der schwierigen Situation des Unternehmens noch keine Kündigungen gegeben habe. Der Betrieb laufe derzeit normal weiter. Ein Anwalt des Geschäftsführers sagte der Zeitung, erklärtes Ziel aller Beteiligten sei es, das Unternehmen fortzuführen.
Rechtsanwalt Olaf Seidel sagte am Freitag auf Anfrage von »kfz-betrieb ONLINE«, dass bei Lust insgesamt 90 Mitarbeiter betroffen seien. Von einer Vertragskündigung oder Fahrzeugabholungen war ihm noch nichts bekannt. Laut Seidel steckt auch das Volkswagen-Geschäft der Lust-Gruppe (Auto Garant GmbH; VW, Audi, Skoda und VW Nutzfahrzeuge; drei Standorte in Zittau, Görlitz und Niesky) in Schwierigkeiten, allerdings im Rahmen eines anderen Insolvenzverfahrens. Das BMW-Geschäft von Lust (Autohaus Lust Görlitz GmbH; zwei Standorte in Zittau und Görlitz) sei von den Problemen nicht betroffen.
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