E-Auto-Hersteller Chinesische Luxusmarke Hiphi vor dem Aus

Von Henrik Bork 4 min Lesedauer

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Erst letztes Jahr hatte Hiphi einen Store am Münchner Flughafen eröffnet. Jetzt gibt sich die chinesische Edelmarke drei Monate, um ihre Geldprobleme zu beheben. Auf dem hart umkämpften chinesischen Markt ist Hiphi nicht der erste Hersteller mit finanziellen Schwierigkeiten.

Die chinesische Luxusmarke Hiphi hat erst im vergangenen Herbst einen Store am Münchner Flughafen eröffnet.(Bild:  Wehner - VCG)
Die chinesische Luxusmarke Hiphi hat erst im vergangenen Herbst einen Store am Münchner Flughafen eröffnet.
(Bild: Wehner - VCG)

Der Preiskampf unter Chinas E-Autoherstellern droht mit Hiphi ein weiteres Opfer zu fordern. Seine Firma habe jetzt ein Zeitfenster von drei Monaten, um nach Investoren oder Käufern zu suchen, musste der Gründer Ding Lei am Donnerstag vergangener Woche vor seinen Mitarbeitern verkünden.

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Es war ein demütigender Moment für den manchmal „Gottvater“ der chinesischen Autoindustrie genannten Start-up-Gründer, als er das Autowerk in Yancheng besuchen und seinen Arbeitern reinen Wein einschenken musste. Man habe seit einiger Zeit Geldprobleme. Man kämpfe, man wolle noch nicht aufgeben, man werde es zumindest drei Monate lang weiter versuchen. Das war die Botschaft. Ding Lei ist in der Branche, zumindest in China, bislang bekannter als die Autos, die er baut. Trotz Markteinstieg in Norwegen und einem Verkaufsraum in der Nähe des Münchener Flughafens.