273972,271832,250053 MAG-Insolvenz: Neustart für drei Betriebe
Das Autohaus Huppert mit Standorten in Mettmann und Velbert sowie das Autohaus Reuterbrücke in Bonn gehören künftig zu 50 Prozent der Unternehmerfamilie Dahlmann (Dresen-Gruppe).
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Drei Betriebe der insolventen MAG-Metz-Gruppe starten zum 1. September neu: das Autohaus Huppert mit Standorten in Mettmann und Velbert sowie das Autohaus Reuterbrücke in Bonn. Wie MAG-Inhaber Rainer Metz mitteilte, sind die Autohäuser künftig zur Hälfte im Besitz der Unternehmerfamilie Dahlmann, der die Dresen-Gruppe gehört. Die restlichen 50 Prozent halte die Familie Metz.
In Zukunft sollen die Betriebe zusätzlich zu den Marken Opel, Chevrolet und Honda auch Ford-Fahrzeuge verkaufen. Die Kombination von Opel und Ford sei bei Dresen bereits seit einigen Jahren an verschiedenen Standorten erfolgreich, so Metz. Das Autohaus Huppert wird künftig von Vanessa Metz-Schubert und Jürgen Würzinger geleitet. Die Geschäftsführung im Autohaus Reuterbrücke übernimmt Metz-Schubert zusammen mit Christian Eidam. Die drei Autohäuser verkauften nach Angaben von Rainer Metz 2008 zusammen 1360 Neuwagen und 1620 Gebrauchtwagen.
„Dieser Übergang nach circa sieben Monaten ist ein Beweis dafür, welche guten Möglichkeiten die Insolvenzordnung bietet, ein Unternehmen neu zu strukturieren und wieder wettbewerbsfähig aufzustellen“, sagte Metz. Er lobte zudem den Insolvenzverwalter Stefan Meyer für sein Bestreben „im Interesse aller Beteiligten eine Fortführungslösung zu erreichen“.
Übrige Betriebe: Verhandlungen laufen
Über die Zukunft der restlichen Betriebe der insolventen Handelsgruppe wollte Metz keine Angaben machen. „Wir stellen uns neu auf und sind in unterschiedlichen Verhandlungen“, sagte der Unternehmer im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«. Allerdings gebe es noch keine konkreten Ergebnisse. Der Betrieb in den betroffenen Autohäusern laufe jedoch nach wie vor weiter.
Die MAG Metz GmbH und die meisten ihrer Töchter mussten im Februar den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Weitere Tochterunternehmen erklärten sich in den folgenden Monaten für zahlungsunfähig. Die Gruppe gehörte mit einst über 50 Standorten zu den 25 größten deutschen Autohändlern. Das Unternehmen erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von etwa 400 Millionen Euro und verkaufte 20.000 Fahrzeuge pro Jahr.
Einige MAG-Töchter sind inzwischen von Investoren übernommen worden. So betreibt die M&S Fahrzeughandel GmbH seit Juli die ehemaligen Herlmetz-Autohäuser in Dessau, Gräfenhainichen und Zerbst. Das VW-Autohaus Bünde gehört seit August zur Autohausgruppe Gebr. Schwarte.
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