Maha übernimmt „digitales Autohaus“

Autor Dr. Dominik Faust

Die Maha-Gruppe bietet künftig Software zur Digitalisierung von Werkstattprozessen an. Dazu hat der Werkstattausrüster Rechte an Entwicklungen des System- und Softwarehauses Gudat erworben.

(Bild: Maha)

Die Digitalisierung von Prozessen macht auch vor Werkstätten nicht Halt. Daher erweitert der Werkstatteinrichter Maha sein traditionelles Hardware-Portfolio jetzt um Software-Angebote. Dazu kooperiert er mit dem System- und Softwareentwickler Gudat. Konkret hat Maha als 100-prozentige Tochtergesellschaft die Gudat Solutions GmbH gegründet. Diese hat dann über einen sogenannten Asset Deal das automobile Kernprodukt von Gudat erworben, das „digitale Autohaus“ beziehungsweise die „KIC Online Suite“.

Mit dieser Software können Prozesse von der Terminbuchung über das Flottenmanagement bis hin zur Werkstattplanung und Dialogannahme digital abgebildet werden. Außerdem sind Schnittstellen zu vielen DMS, CRM- und Zeiterfassungssystemen vorhanden. Die Tools werden bereits von großen Autohäusern wie Beresa eingesetzt. Sie wurden mit Preisen wie dem „Innovation Award 2014“ der Automechanika im Bereich IT & Management ausgezeichnet.

Entwickelt hat sie Diplomingenieur Jörg Gudat. Er wurde zum Geschäftsführer der neuen Maha-Tochter bestellt und bleibt für die Softwarepflege und -änderung verantwortlich: „Unsere Kunden können sich weiterhin auf die Zuverlässigkeit unserer Systeme sowie auf Innovationen und unseren Service verlassen“, sagte Gudat im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Maha-Geschäftsführer Thomas Förg erklärte: „Wir freuen uns, mit dem Asset Deal innovatives Know-how in unsere Firmengruppe integrieren zu können, mit dem wir unseren Kunden neben unserem bestehenden Produktportfolio künftig auch eine umfangreiche, praxisorientierte Lösung für den digitalen Werkstattprozess anbieten können.“

(ID:44972198)