Motordiagnose Mal wieder Schrott ab Werk

Von Steffen Dominsky 3 min Lesedauer

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Für den Motoren- und Diagnose-Experten Burkard Wild ist es zum Haare raufen: Schon wieder hatte er einen Fall auf der Werkbank, bei dem ein neues Zubehör-Ersatzteil bereits im Neuzustand defekt war.

Ein (Alb-) Traum aus Plastik. Und: Zwei dieser Ansaugkrümmer für diverse VW-/Audi-Motoren aus der Zubehör waren, obwohl neu, bereits ab Werk defekt. (Bild:  Wild-Motoren)
Ein (Alb-) Traum aus Plastik. Und: Zwei dieser Ansaugkrümmer für diverse VW-/Audi-Motoren aus der Zubehör waren, obwohl neu, bereits ab Werk defekt.
(Bild: Wild-Motoren)

Ein Kunde kam mit seinem Audi A4 mit 2,0TFSI-Motor zu Motoren Wild, da die Motorkontrollleuchte leuchtete. Verständlich, schließlich genießt der Motorenspezialist aus dem nordbayerischen Unterpleichfeld einen ausgezeichneten Ruf als Profi. Und zwar nicht nur, wenn es um die mechanische Bearbeitung von Motorkomponenten geht, sondern auch um die Diagnose elektrischer und elektronischer Probleme im Motorenumfeld.

„Als erstes haben wir den Fehlerspeicher des Audi ausgelesen“, blickt Bukard Wild zurück. „In diesem war die Meldung ‚P2279-Leckluft im Ansaugsystem‘ abgelegt.“ Was folgte, war ein klassischer Vorgang: Meister Wild montierte einen passenden Adapter im Ansaugsystem (ab Turbolader-Ausgang) und beaufschlagte dieses mit circa einem Bar Druck. „Umgehend konnten wir ein Pfeifgeräusch am Ansaugkrümmer feststellen. Die Luft entwich im Bereich der Lagerung und dem Hebelwerk der sogenannten Tumble- bzw. Drall-Klappen und deren Abdichtung nach außen“, berichtet er.