Polestar
„Man braucht praktischere Standorte als City-Stores“
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Knapp sechs Jahre nach dem Marktstart ist Polestar in Deutschland vom digitalen Direktvertrieb auf die unechte Agentur umgeschwenkt. Zudem baut der Hersteller die Zahl seiner Vertriebsstandorte deutlich aus. Polestar-Deutschland-Chef Willem Baudewijns erläutert die Hintergründe dieser Entscheidung.
2024 sind die Verkäufe in Deutschland um knapp die Hälfte eingebrochen, und das, obwohl sich Polestar von einer Ein- zu einer Drei-Modell-Marke entwickelt hat. Was waren die Gründe für diesen drastischen Neuzulassungsrückgang?
Willem Baudewijns: Ich würde drei Hauptgründe nennen. Erstens war der Markt für Elektroautos in Deutschland im vergangenen Jahr stark rückläufig. Als reine Elektromarke haben wir die Folgen natürlich besonders stark zu spüren bekommen. Zweitens haben wir uns bewusst entschieden, uns auf die rentableren Vertriebskanäle zu konzentrieren – sprich, wir haben unser Vermietgeschäft im Vergleich zu 2023 deutlich zurückgefahren, und uns stattdessen auf das End- und Großkundengeschäft fokussiert. Und drittens waren unsere beiden neuen Modelle Polestar 3 und Polestar 4 nicht das ganze Jahr verfügbar. Seit dem vierten Quartal 2024 geht es wieder deutlich bergauf: Trotz eines nach wie vor schwächelnden Elektromarkts sind wir in Deutschland im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35,5 Prozent gewachsen. Global konnten wir unsere Neuzulassungen sogar um 76 Prozent steigern.Das zeigt, dass unsere Strategie Wirkung zeigt, und wir uns in die richtige Richtung entwickeln.
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